Sparrechner
Der Sparrechner zeigt Dir, was aus einer monatlichen Sparrate werden kann. Du siehst Einzahlungen, Wertzuwachs, den Effekt laufender Kosten, drei Renditeszenarien und Dein Endkapital in heutiger Kaufkraft.
Stand: Oktober 2026. Mit dem Sparrechner berechnest Du, was aus einer monatlichen Sparrate werden kann, zum Beispiel in einem ETF-Sparplan. Du gibst Sparrate, optional ein Startkapital, die Laufzeit, die erwartete Rendite, laufende Kosten und eine Inflationsannahme ein. Der Rechner zeigt Dir das mögliche Endkapital, getrennt nach eigenen Einzahlungen und Wertzuwachs, dazu drei Renditeszenarien und den Betrag in heutiger Kaufkraft.
Das Standardbeispiel: Wer 30 Jahre lang 150 Euro im Monat spart, zahlt 54.000 Euro ein. Bei 6 Prozent Rendite pro Jahr kann daraus rechnerisch ein Endkapital von 150.677 Euro werden. 96.677 Euro davon sind Wertzuwachs, also fast zwei Drittel. Bei 2 Prozent Inflation entspricht das Ergebnis in heutigen Euro rund 83.185 Euro.
Hier erfährst Du, wie der Sparplanrechner rechnet, welche Sparrate Du für ein bestimmtes Ziel brauchst und warum Kosten, Steuern und Inflation genauso wichtig sind wie die Rendite. Alle Beispielzahlen stammen aus diesem Rechner.
Das Wichtigste in Kürze: Die Laufzeit ist beim Sparplan der stärkste Hebel, gefolgt von der Rendite nach Kosten. Die Sparrate wirkt dagegen linear: Doppelte Rate, doppeltes Ergebnis.
- 150 Euro im Monat über 30 Jahre ergeben bei 6 Prozent rechnerisch 150.677 Euro.
- Wer 10 Jahre später startet, braucht für dasselbe Ziel mehr als die doppelte Sparrate.
- 1,5 Prozent laufende Kosten kosten im Beispiel 36.769 Euro Endkapital.
- Die Rendite ist eine Annahme. Plane mit dem vorsichtigen Szenario.
So funktioniert der Sparrechner: Eingaben und Ergebnisse
Die wichtigste Eingabe ist die monatliche Sparrate, also der Betrag, der jeden Monat automatisch in Deinen Sparplan fließt. Hast Du bereits Geld angelegt, das Teil des Plans sein soll, trägst Du es als Startkapital ein. Die Laufzeit reicht von 1 bis 50 Jahren. Die Rendite pro Jahr vor Kosten stellst Du zwischen 0 und 12 Prozent ein. Die laufenden Kosten von 0 bis 2 Prozent pro Jahr zieht der Rechner von der Rendite ab, zum Beispiel die Gesamtkostenquote eines ETF oder Depotgebühren. Die Inflation brauchst Du für die Umrechnung in heutige Kaufkraft.
Als Hauptergebnis siehst Du das mögliche Endkapital. Darunter zeigt der Rechner, wie viel davon aus Deinen eigenen Einzahlungen stammt und wie viel aus Wertzuwachs. Ein Balken stellt dieses Verhältnis dar: Im Standardbeispiel sind 36 Prozent Einzahlungen und 64 Prozent Wertzuwachs. Gibst Du Kosten ein, erscheint zusätzlich eine Zeile, die zeigt, wie viel Endkapital die Kosten über die Laufzeit kosten.
Besonders hilfreich ist die Tabelle mit drei Szenarien. Neben Deiner Annahme zeigt der Rechner ein vorsichtiges Szenario mit 2 Prozentpunkten weniger und ein gutes mit 2 Prozentpunkten mehr Rendite. Bei 6 Prozent sind das 4 und 8 Prozent. So siehst Du sofort, wie weit das Ergebnis je nach Marktentwicklung auseinanderliegen kann.
Alle Annahmen findest Du im Rechner unter „So rechnen wir“. Steuern und Kursschwankungen berücksichtigt der Sparrechner nicht. Er zeigt einen gleichmäßigen Durchschnittspfad, wie ihn die meisten Sparplanrechner verwenden. Das Ergebnis ist daher ein Szenario für Deine Planung, keine Prognose und keine Garantie.
Sparplan berechnen: die Formel hinter dem Sparrechner
Der Sparrechner geht davon aus, dass die Sparrate jeweils zum Monatsende eingezahlt wird. Verzinst wird monatlich mit einem Zwölftel der Jahresrendite, die Erträge werden sofort wieder angelegt. Daraus ergibt sich die Sparplanformel: Endkapital = Sparrate × ((1 + r/12) hoch Monate minus 1) ÷ (r/12). Ein Startkapital wächst parallel dazu mit Startkapital × (1 + r/12) hoch Monate. Beide Teile zusammen ergeben das Endkapital.
Für das Standardbeispiel heißt das: Der Monatszins beträgt 6 Prozent ÷ 12 = 0,5 Prozent, die Laufzeit 360 Monate. 1,005 hoch 360 ergibt 6,0226. Davon 1 abgezogen und durch 0,005 geteilt ergibt 1.004,52. Multipliziert mit 150 Euro Sparrate sind das 150.677 Euro. In Excel oder Google Sheets kommst Du mit =ZW(6%/12;360;-150) auf denselben Wert.
Durch die monatliche Verzinsung entsprechen 6 Prozent pro Jahr effektiv 6,17 Prozent, weil auch die Monatserträge innerhalb des Jahres mitverzinst werden. Diese Konvention verwenden viele Banken und Sparplanrechner. Wer stattdessen mit einer effektiven Jahresrendite von genau 6 Prozent rechnet, kommt etwas niedriger heraus. Darauf gehen wir weiter unten beim Vergleich mit dem Zinseszinsrechner ein.
Laufende Kosten zieht der Rechner vereinfacht direkt von der Rendite ab. Aus 6 Prozent Rendite und 0,5 Prozent Kosten werden also 5,5 Prozent, mit denen weitergerechnet wird. Für die Kaufkraft teilt der Rechner das Endkapital durch (1 + Inflation) hoch Jahre. Bei 2 Prozent über 30 Jahre ist der Teiler 1,81, aus 150.677 Euro werden so rund 83.185 heutige Euro.
Rechenbeispiel: 150 Euro im Monat über 10 bis 40 Jahre
Die folgende Übersicht zeigt, was aus 150 Euro monatlicher Sparrate bei unterschiedlichen Laufzeiten und Renditen werden kann. Die mittlere Spalte entspricht dem Standardbeispiel im Rechner, die beiden anderen sind die Szenarien, die der Rechner automatisch dazu anzeigt.
150 Euro im Monat: Endkapital nach Laufzeit und Rendite
| Laufzeit | Eigene Einzahlungen | Vorsichtig: 4 % | Mittel: 6 % | Gut: 8 % |
|---|---|---|---|---|
| 10 Jahre | 18.000 € | 22.087 € | 24.582 € | 27.442 € |
| 20 Jahre | 36.000 € | 55.016 € | 69.306 € | 88.353 € |
| 30 Jahre | 54.000 € | 104.107 € | 150.677 € | 223.554 € |
| 40 Jahre | 72.000 € | 177.294 € | 298.724 € | 523.651 € |
Berechnet mit dem Sparrechner auf dieser Seite, ohne Startkapital, Kosten und Steuern.
Zwei Dinge fallen auf. Erstens wächst das Endkapital mit der Laufzeit überproportional. Nach 10 Jahren liegt es bei 6 Prozent nur 6.582 Euro über den Einzahlungen, nach 40 Jahren sind es 226.724 Euro. Der Wertzuwachs entsteht vor allem in den späten Jahren, wenn das angesparte Kapital groß ist und der Zinseszins voll wirkt.
Zweitens wird die Spanne zwischen den Szenarien mit der Zeit sehr groß. Nach 30 Jahren liegen zwischen vorsichtigem und gutem Szenario fast 120.000 Euro. Für eine belastbare Planung ist deshalb nicht die mittlere, sondern die vorsichtige Spalte entscheidend: Erreichst Du Dein Ziel auch mit 4 Prozent, bist Du auf der sicheren Seite.
Wer zusätzlich ein Startkapital einbringt, beschleunigt den Vermögensaufbau deutlich. Mit 5.000 Euro Startkapital und 150 Euro Sparrate zeigt der Rechner nach 30 Jahren bei 6 Prozent 180.790 Euro statt 150.677 Euro. Die 5.000 Euro allein wachsen in dieser Zeit also auf gut 30.000 Euro.
Die drei Stellschrauben: Sparrate, Laufzeit und Rendite
Die Sparrate wirkt am direktesten und am berechenbarsten. Verdoppelst Du sie von 150 auf 300 Euro, verdoppelt sich auch das Endkapital, im Beispiel auf 301.355 Euro. Wichtiger als eine möglichst hohe Rate ist aber eine, die dauerhaft trägt. Eine Rate, die auch in Monaten mit Autoreparatur oder Heizkostennachzahlung weiterläuft, bringt am Ende mehr als ein ehrgeiziger Plan, der nach zwei Jahren gestoppt wird.
Die Laufzeit ist der stärkste Hebel. Wer statt 30 nur 20 Jahre lang 150 Euro spart, kommt bei 6 Prozent auf 69.306 Euro, weniger als die Hälfte. Um in 20 Jahren trotzdem rund 150.000 Euro zu erreichen, wären 326 Euro im Monat nötig, also mehr als das Doppelte. Zehn Jahre Wartezeit lassen sich nur mit deutlich mehr eigenem Geld aufholen. Ein früher Start mit kleiner Rate schlägt deshalb meist einen späten Start mit großer Rate.
Die Rendite entscheidet über die Größe des Wertzuwachses. Sie hängt vor allem davon ab, worin Du sparst. Ein Sparplan auf Tagesgeld bringt den jeweils aktuellen Zins und schwankt nicht. Ein Sparplan auf breit gestreute Aktien-ETFs kann langfristig deutlich mehr erwirtschaften, schwankt aber stark. Viele Anleger rechnen für Aktien-ETFs über 15 Jahre und mehr mit 5 bis 7 Prozent pro Jahr vor Steuern. Das ist eine Annahme, keine Zusage.
Wie Du einen passenden ETF für Deinen Sparplan auswählst, erklärt unser Ratgeber Welcher ETF oder Fonds passt in Dein Depot? Achte dabei auf breite Streuung, geringe Kosten und ein Risiko, das Du auch in einem Crash aushältst.
Wie viel solltest Du monatlich sparen? Sparrate für Dein Sparziel berechnen
Viele Menschen fragen nicht, was am Ende herauskommt, sondern wie viel sie für ein bestimmtes Ziel sparen müssen. Die Formel dafür ist die umgestellte Sparplanformel: Sparrate = Zielkapital × (r/12) ÷ ((1 + r/12) hoch Monate minus 1). Für 100.000 Euro in 20 Jahren bei 6 Prozent ergibt das 216,43 Euro im Monat. Gibst Du diesen Wert in den Sparrechner ein, zeigt er nach 20 Jahren rund 100.000 Euro. Bei 30 Jahren Laufzeit reichen dafür 99,55 Euro im Monat.
Umgekehrt kannst Du ausprobieren, wie lange eine feste Rate braucht. Mit 300 Euro im Monat und 6 Prozent hast Du laut Rechner nach 11 Jahren 55.897 Euro beisammen, die Marke von 50.000 Euro ist also nach gut 10 Jahren erreicht. 100.000 Euro überschreitest Du im 17. Jahr: Nach 16 Jahren stehen 96.327 Euro im Depot, nach 17 Jahren 105.969 Euro.
Als Orientierung für die Höhe der Sparrate gilt häufig: 10 bis 20 Prozent des Nettoeinkommens. Das ist eine Faustregel, kein Muss. Wichtiger ist die Reihenfolge. Zuerst brauchst Du einen Notgroschen auf dem Tagesgeldkonto, üblich sind drei bis sechs Nettomonatsgehälter. Teure Konsumkredite solltest Du vorher tilgen. Erst das Geld, das Du für mindestens zehn Jahre nicht brauchst, gehört in einen Aktien-Sparplan.
Wenn Du für den Ruhestand sparst, beginnt die Rechnung beim Bedarf. Mit dem Rentenlückenrechner ermittelst Du, wie viel Dir im Alter monatlich fehlt. Daraus ergibt sich das Zielkapital, und der Sparrechner zeigt Dir den Weg dorthin.
Kosten im Sparplan: Warum ein Prozentpunkt so viel ausmacht
Kosten sind die einzige Stellschraube, die Du sicher in der Hand hast. Sie fallen jedes Jahr auf das gesamte angesparte Kapital an und wirken deshalb wie ein umgekehrter Zinseszins. Der Sparrechner macht das sichtbar: Bei 150 Euro im Monat über 30 Jahre und 6 Prozent Rendite kosten 0,2 Prozent laufende Kosten, wie bei vielen breit gestreuten ETFs, 5.637 Euro Endkapital. Bei 1,5 Prozent, wie sie bei aktiv gemanagten Fonds oder Fondspolicen mit Vertragskosten vorkommen, sind es 36.769 Euro. Das Endkapital sinkt dann von 150.677 Euro auf 113.908 Euro.
Zu den laufenden Kosten gehören die Gesamtkostenquote des Fonds (TER), mögliche Depotgebühren und bei Versicherungslösungen die Verwaltungskosten des Vertrags. Hinzu kommen Ausführungsgebühren pro Sparplanrate. Sie sind bei kleinen Raten relevant: 1 Euro Gebühr auf 50 Euro Rate sind 2 Prozent, die direkt vom eingezahlten Betrag abgehen. Viele Online-Broker bieten Sparpläne inzwischen ohne Ausführungsgebühr an. Worauf Du bei Neobrokern achten solltest, liest Du im Ratgeber Neobroker 2026: Vergleich und Vorteile.
Einmalige Abschlusskosten berücksichtigt der Rechner nicht. Sie sind vor allem bei Versicherungsprodukten verbreitet und werden oft über die ersten Jahre verrechnet. Wie viel Provision in einem Vertrag steckt und wie Du sie erkennst, erklärt unser Beitrag Provision oder Honorar: Was kostet Deine Rentenversicherung wirklich? Für den Rechner gilt: Trage alle laufenden Kosten zusammen in das Kostenfeld ein, dann zeigt Dir das Ergebnis, was nach Kosten wirklich übrig bleibt.
Steuern und Inflation: Was Dir real vom Endkapital bleibt
Der Sparrechner zeigt das Endkapital vor Steuern. Kapitalerträge unterliegen in Deutschland der Abgeltungsteuer von 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag, zusammen 26,375 Prozent, gegebenenfalls plus Kirchensteuer. Steuerfrei bleibt der Sparer-Pauschbetrag von 1.000 Euro pro Person und Jahr, bei Zusammenveranlagung 2.000 Euro (§ 20 Abs. 9 EStG). Bei Aktien-ETFs ist zudem eine Teilfreistellung von 30 Prozent der Erträge steuerfrei.
Bei einem thesaurierenden ETF-Sparplan wird der größte Teil der Steuer erst beim Verkauf fällig. Jährlich fällt nur die Vorabpauschale an, die sich 2026 nach einem Basiszins von 3,20 Prozent richtet und oft durch den Pauschbetrag abgedeckt ist. Im Standardbeispiel wären beim Verkauf nach 30 Jahren 96.677 Euro Wertzuwachs zu versteuern, abzüglich Teilfreistellung, bereits versteuerter Vorabpauschalen und des Pauschbetrags. Wer die Auszahlung über mehrere Jahre verteilt, kann den Pauschbetrag mehrfach nutzen. Details findest Du im Ratgeber Vorabpauschale: Was Du wissen musst.
Die Inflation verringert, was Du Dir mit dem Endkapital kaufen kannst. Die Europäische Zentralbank strebt mittelfristig eine Inflation von 2 Prozent an, das ist die Vorgabe im Rechner. 150.677 Euro in 30 Jahren entsprechen dann rund 83.185 heutigen Euro. Planst Du ein Ziel wie eine monatliche Zusatzrente, formuliere es in heutiger Kaufkraft und prüfe mit der Kaufkraftzeile, ob Dein Sparplan es erreicht.
ETF-Sparplan, Tagesgeld oder Vorsorgevertrag? Den Sparplan richtig einordnen
Ein Sparplan ist zunächst nur eine Technik: Du investierst regelmäßig einen festen Betrag. Worin, entscheidet über Rendite und Risiko. Ein Sparplan auf Tagesgeld ist bis 100.000 Euro pro Bank über die gesetzliche Einlagensicherung geschützt und jederzeit verfügbar, die Rendite liegt aber oft nur knapp über der Inflation. Für Ziele in den nächsten ein bis fünf Jahren ist das trotzdem meist die richtige Wahl.
Ein ETF-Sparplan eignet sich für Ziele, die zehn Jahre oder weiter entfernt sind. Er ist günstig, flexibel und breit gestreut, schwankt aber deutlich. Ein oft genannter Vorteil ist der Cost-Average-Effekt: Bei gleicher Rate kaufst Du bei niedrigen Kursen mehr Anteile, bei hohen weniger. Er garantiert keine höhere Rendite, nimmt Dir aber die Frage nach dem richtigen Einstiegszeitpunkt ab. Wie ETFs in die Altersvorsorge passen, beschreibt unser Ratgeber ETF-Altersvorsorge.
Für die Altersvorsorge gibt es zusätzlich geförderte Wege, bei denen Zulagen oder Steuervorteile die Sparleistung erhöhen. Mit dem Altersvorsorgedepot-Rechner kannst Du prüfen, wie ein gefördertes Depot im Vergleich zu einem freien ETF-Sparplan abschneidet. Welche Lösung passt, hängt von Einkommen, Familie und Flexibilitätsbedarf ab. Oft ist eine Kombination sinnvoll: freier Sparplan für Flexibilität, geförderte Vorsorge für die Rente.
Sparrechner oder Zinseszinsrechner: Welcher passt zu Deiner Frage?
Der Sparrechner ist das richtige Werkzeug, wenn Du regelmäßig sparen willst. Er stellt die monatliche Sparrate in den Mittelpunkt, berücksichtigt laufende Kosten separat und zeigt drei Szenarien. Hast Du dagegen bereits ein Kapital und willst wissen, wie es über die Jahre wächst, ist der Zinseszinsrechner für Deine Einmalanlage passender. Er zeigt zusätzlich, wie viel Du dem Zinseszins gegenüber einfacher Verzinsung verdankst. Typische Fragen für den Sparrechner sind „Was bringen 200 Euro im Monat bis zur Rente?“ oder „Welche Rate brauche ich für 50.000 Euro?“. Typisch für den Zinseszinsrechner ist „Was wird aus meiner Abfindung von 40.000 Euro in 15 Jahren?“.
Beide Rechner verwenden unterschiedliche Zinskonventionen. Der Sparrechner verzinst monatlich mit einem Zwölftel der Jahresrendite, so wie die meisten Sparplanrechner von Banken und Vergleichsportalen. Der Zinseszinsrechner behandelt Deine Eingabe als effektive Jahresrendite. Bei gleichen Eingaben, 150 Euro im Monat über 30 Jahre und 6 Prozent, zeigt der Sparrechner deshalb 150.677 Euro und der Zinseszinsrechner 146.177 Euro. Beide Werte sind korrekt. Der Unterschied entspricht einer effektiven Rendite von 6,17 statt 6,00 Prozent.
Für Deine Planung heißt das: Vergleiche Ergebnisse verschiedener Rechner nur, wenn Du weißt, wie sie verzinsen. Und betrachte die Nachkommastellen nicht als Genauigkeit. Die Unsicherheit der Renditeannahme ist viel größer als der Unterschied zwischen zwei Zinskonventionen.
Häufige Fragen zum Sparrechner
Wie berechne ich einen Sparplan? Du brauchst Sparrate, Laufzeit und eine angenommene Rendite. Bei monatlicher Verzinsung gilt: Endkapital = Sparrate × ((1 + r/12) hoch Monate minus 1) ÷ (r/12). Für 150 Euro über 30 Jahre bei 6 Prozent ergeben sich 150.677 Euro. Ein Startkapital rechnest Du mit (1 + r/12) hoch Monate hinzu. Der Sparrechner übernimmt das für Dich und zeigt zusätzlich Kosten, Szenarien und Kaufkraft.
Wie viel Geld habe ich mit einem ETF-Sparplan in 10 Jahren? Mit 150 Euro im Monat zahlst Du in 10 Jahren 18.000 Euro ein. Bei 6 Prozent Rendite zeigt der Sparrechner 24.582 Euro, bei 4 Prozent 22.087 Euro und bei 8 Prozent 27.442 Euro. In zehn Jahren ist der Zinseszins noch klein, der größte Teil stammt aus Deinen Einzahlungen. Bei Aktien-ETFs kann das Ergebnis nach nur zehn Jahren auch unter den Einzahlungen liegen.
Wie lange muss ich sparen, um 100.000 Euro zu haben? Das hängt von Sparrate und Rendite ab. Mit 300 Euro im Monat und 6 Prozent zeigt der Sparrechner nach 16 Jahren 96.327 Euro und nach 17 Jahren 105.969 Euro. Willst Du 100.000 Euro in genau 20 Jahren erreichen, brauchst Du bei 6 Prozent 216,43 Euro im Monat. Ohne Rendite wären es 417 Euro, weil Du dann alles selbst einzahlen müsstest.
Wie viel sollte man im Monat sparen? Eine verbreitete Faustregel sind 10 bis 20 Prozent des Nettoeinkommens. Entscheidend ist aber Dein Ziel: Rechne aus, welches Kapital Du brauchst, und ermittle daraus die nötige Rate. Vorher sollte ein Notgroschen von drei bis sechs Nettomonatsgehältern stehen. Eine kleinere Rate, die dauerhaft läuft, ist besser als eine große, die Du bald wieder aussetzt.
Ist es viel, 1.000 Euro monatlich zu sparen? Für die meisten Haushalte ja, das sind 12.000 Euro im Jahr. Bei 6 Prozent Rendite zeigt der Sparrechner nach 10 Jahren 163.879 Euro, bei 120.000 Euro eigenen Einzahlungen. Ob 1.000 Euro für Dich angemessen sind, hängt von Einkommen, Fixkosten und Zielen ab. Wichtig ist, dass die Rate auch bei steigenden Ausgaben tragbar bleibt und Liquidität für Unvorhergesehenes übrig ist.
Was ist der Cost-Average-Effekt? Der Cost-Average-Effekt, auch Durchschnittskosteneffekt, beschreibt, dass Du mit einer festen Sparrate bei niedrigen Kursen mehr und bei hohen Kursen weniger Fondsanteile kaufst. Dadurch sinkt der durchschnittliche Kaufpreis pro Anteil im Vergleich zum Durchschnittskurs. Eine höhere Rendite als eine Einmalanlage garantiert er nicht. Sein eigentlicher Vorteil: Du investierst diszipliniert und musst keinen Einstiegszeitpunkt wählen.
Kann ich die Sparrate später ändern oder pausieren? Ja, bei den meisten Sparplänen in Depots kannst Du die Rate jederzeit erhöhen, senken oder aussetzen. Bei Versicherungsverträgen gelten oft engere Regeln. Der Sparrechner geht von einer gleichbleibenden Rate aus. Willst Du eine Pause abbilden, rechne die Phasen getrennt: Das bis dahin angesparte Kapital trägst Du als Startkapital ein und die neue Rate für die verbleibende Laufzeit.
Der Sparrechner zeigt Dir, was Sparrate, Zeit und Rendite gemeinsam bewirken können. Welche Rate zu Deinem Budget passt, welches Produkt Deine Kosten niedrig hält und wie der Sparplan mit Deiner übrigen Vorsorge zusammenspielt, klären wir gern in einem Gespräch. Mehr zu unserem Ansatz findest Du unter private Altersvorsorge mit Käpsele, einen unverbindlichen Termin vereinbarst Du über unsere Kontaktseite.
Fragen, die ein KÄPSELE stellt.
Wer clever ist, gibt seine Finanzen nicht leichtfertig ab. Deswegen beantworten wir Dir hier alle Fragen, die Du schon vor dem ersten Gespräch geklärt haben möchtest. Alles Weitere besprechen wir gerne persönlich mit Dir.
Warum sollte ich beim Sparziel die Inflation berücksichtigen?
Weil ein zukünftiger Geldbetrag voraussichtlich weniger kaufen kann als heute. Plane deshalb nicht nur ein nominales Endkapital, sondern auch dessen Kaufkraft zum Zielzeitpunkt. Besonders bei Laufzeiten von 20 oder 30 Jahren kann der Unterschied erheblich sein.
Wie vergleiche ich Sparplan-Szenarien sinnvoll?
Ändere jeweils nur eine Stellschraube: zuerst die Laufzeit, dann die Sparrate und zuletzt die Renditeannahme. Vergleiche ein vorsichtiges, ein mittleres und ein optimistisches Szenario. Dadurch erkennst Du, welcher Hebel realistisch in Deiner Kontrolle liegt.
Wie wirkt sich Startkapital auf den Sparplan aus?
Startkapital hat länger Zeit, Erträge zu erwirtschaften, und kann die nötige Monatsrate deutlich senken. Je früher es investiert wird, desto länger kann der Zinseszinseffekt wirken. Es sollte trotzdem nur Geld eingesetzt werden, das nicht als kurzfristige Reserve gebraucht wird.
Wie viel muss ich monatlich für 100.000 Euro sparen?
Das hängt vor allem von Laufzeit, Startkapital und Rendite ab. Ohne Rendite brauchst Du für 100.000 Euro in 20 Jahren rund 417 Euro monatlich. Bei konstant angenommenen 6 Prozent wären es rechnerisch etwa 216 Euro vor Kosten und Steuern – die tatsächliche Marktentwicklung kann abweichen.
Was berechnet ein ETF-Sparplan-Rechner?
Er zeigt, welches Endkapital aus Startkapital, monatlicher Sparrate, Laufzeit und angenommener Rendite entstehen könnte. Gute Darstellungen trennen Deine eigenen Einzahlungen vom rechnerischen Wertzuwachs. Das Ergebnis bleibt ein Szenario und keine Renditegarantie.