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Rentenlücke berechnen – kostenloser Rentenlückenrechner

Wie viel fehlt Dir im Ruhestand wirklich? Der Rentenlückenrechner zieht Steuern sowie Kranken- und Pflegeversicherung von Deinen Alterseinkünften ab, rechnet in heutiger Kaufkraft und zeigt Dir Kapitalbedarf und Sparrate. Kostenlos, anonym, Stand 2026.

Beispielrechnung: Rentenlücke mit den Standardwerten

So sieht ein Ergebnis des Rentenlückenrechners aus, wenn Du die voreingestellten Werte übernimmst. Mit Deinen eigenen Zahlen rechnest Du oben im Rechner.

Eingabe im RechnerStandardwert
Dein Alter heute37 Jahre
Geplanter Rentenbeginn mit67 Jahre
Dein Ziel angeben alsBetrag
Wunsch-Netto im Monat (heutige Kaufkraft)2.400 €
Deine Beträge sindBrutto
Gesetzliche Rente1.790 €
Versorgungswerk (falls vorhanden)0 €
Betriebsrente (bAV)300 €
Private Rentenversicherung200 €
Rürup-Rente0 €
Weitere regelmäßige Einkünfte0 €
Vertragswerte (bAV, privat, Rürup) geltennominal zum Rentenstart
Bereits angespartes freies Kapital0 €
Krankenversicherung im RuhestandGesetzlich pflichtversichert (KVdR)
Zusatzbeitrag Deiner Krankenkasse2,9 %
Kinder (Pflegeversicherung)Ja
VeranlagungEinzeln
KirchensteuerKeine
Inflation bis Rentenbeginn2,0 %
Rendite bis Rentenbeginn nach Kosten5,0 %
Rendite im Ruhestand nach Kosten3,0 %
Jährliche Erhöhung der Entnahme2,0 %
Planungshorizont bis Alter90 Jahre
Kapital sollverbraucht werden
Sicherheitsreserve auf den Kapitalbedarf0 %
Ergebnis im RechnerBeispielwert
Deine monatliche Rentenlücke in heutiger Kaufkraft700 €
Lücke zum Rentenstart 2056 (nominal)1.268 €
Wunsch-Netto im Ruhestand (heutige Kaufkraft)2.400 €
Alterseinkünfte brutto (heutige Kaufkraft)2.066 €
abzüglich Einkommensteuer, Soli, Kirchensteuer145 €
abzüglich Kranken- und Pflegeversicherung221 €
Netto-Alterseinkünfte (heutige Kaufkraft)1.700 €
Kapitalbedarf zum Rentenbeginn310.060 €
Monatliche Sparrate bis Rentenbeginn380 €
Gedeckt / Lücke71 % / 29 %

Beispiel mit den Standardwerten des Rechners, Stand 04.10.2026. Der interaktive Rechner oben verwendet dieselben Annahmen und Bezeichnungen. Modellrechnung, keine Steuer-, Rechts- oder Anlageberatung.

Die Rentenlücke ist der Betrag, der Dir im Ruhestand jeden Monat fehlt: Dein gewünschtes Nettoeinkommen im Alter minus Deine voraussichtlichen Netto-Alterseinkünfte. Mit dem Rentenlückenrechner oben kannst Du Deine Rentenlücke berechnen, und zwar nach Einkommensteuer, Kranken- und Pflegeversicherung und in heutiger Kaufkraft. Zusätzlich zeigt er Dir, wie viel Kapital Du zum Rentenbeginn bräuchtest und mit welcher monatlichen Sparrate Du dorthin kommst.

Hier erfährst Du, wie die Berechnung funktioniert, welche Zahlen Du übernimmst, wie Du das Ergebnis liest und welche Annahmen es am stärksten bewegen. Stand: Oktober 2026. Hinterlegt sind der Einkommensteuertarif 2026, die Beitragssätze und Grenzen der Kranken- und Pflegeversicherung 2026 sowie der Besteuerungsanteil für künftige Rentenjahrgänge.

Das Wichtigste in Kürze: Die Rentenlücke ist eine Planungsgröße, keine Prognose. Wie belastbar sie ist, hängt an wenigen Eingaben, die Du kennen solltest.

  • Formel: Rentenlücke = Wunsch-Netto im Ruhestand minus Netto-Alterseinkünfte, beides in heutiger Kaufkraft.
  • Die Renteninformation nennt Bruttowerte. Steuern und Sozialabgaben kosten im Beispiel unten rund 366 € im Monat.
  • Prognosen aus Betriebsrente und Privatrente sind meist nominal und verlieren bis zum Rentenbeginn deutlich an Kaufkraft.
  • Aus der Lücke ergeben sich Kapitalbedarf und Sparrate. Beide reagieren stark auf Rendite, Inflation und Planungshorizont.

Was ist die Rentenlücke? Definition und Formel

Die Rentenlücke, oft auch Versorgungslücke genannt, ist die Differenz zwischen dem Nettoeinkommen, das Du im Ruhestand für Deinen Lebensstandard brauchst, und den Nettoeinkünften, die Du im Alter voraussichtlich sicher erhältst. Als Formel: Rentenlücke = Wunsch-Netto im Ruhestand minus Netto-Alterseinkünfte. Beide Größen gehören in dieselbe Einheit, also in Euro mit der Kaufkraft von heute. Nur dann kannst Du das Ergebnis mit Deinem heutigen Budget vergleichen.

Zu den Alterseinkünften zählen alle regelmäßigen Zahlungen, mit denen Du verlässlich rechnen kannst: die gesetzliche Rente, Renten aus einem berufsständischen Versorgungswerk, die Betriebsrente (bAV), private Rentenversicherungen, die Rürup-Rente und weitere laufende Einnahmen wie Mieten nach Kosten. Frei verfügbares Vermögen wie ein Depot ist dagegen kein Einkommen, sondern ein Mittel, um die Lücke zu schließen.

Häufig wird die Rentenlücke mit dem Rentenniveau verwechselt. Das Rentenniveau von 48 % ist eine Kennzahl des Rentensystems: Es vergleicht eine Standardrente nach 45 Jahren Durchschnittsverdienst mit dem aktuellen Durchschnittsentgelt, jeweils vor Steuern. Die Bundesregierung hat diese Haltelinie mit dem Rentenpaket 2025 bis 2031 verlängert. Über Dein persönliches Verhältnis von Rente zu letztem Netto sagt die Zahl wenig. Wer über der Beitragsbemessungsgrenze von 8.450 € im Monat verdient, Lücken im Erwerbsleben hat oder lange Teilzeit gearbeitet hat, liegt meist deutlich darunter.

Eine Lücke heißt nicht, dass Du etwas falsch gemacht hast. Sie zeigt, an welchen Stellschrauben Du drehen kannst: Zielbudget, Rentenbeginn, bestehende Vorsorge, Sparrate oder Rendite. Versicherer nutzen den Begriff Versorgungslücke auch bei Berufsunfähigkeit. Hier geht es nur um die Lücke im Alter.

Rentenlücke berechnen in vier Schritten: So funktioniert der Rechner

Schritt 1, Dein Ziel: Du gibst Dein Alter, den geplanten Rentenbeginn zwischen 60 und 70 Jahren und Dein Wunsch-Netto im Monat an. Wenn Du noch kein eigenes Budget hast, kannst Du das Ziel als Anteil Deines heutigen Nettos wählen: 50 % für ein sehr schlankes Budget, 65 % für einen reduzierten Lebensstandard oder 80 % für einen Alltag wie heute. Das sind Orientierungspunkte. Genauer wird es, wenn Du Deine heutigen Ausgaben durchgehst und überlegst, was im Alter wegfällt (Fahrtkosten, Sparraten, Kreditraten) und was dazukommt (Gesundheit, Reisen, Hilfe im Haushalt).

Schritt 2, Deine Alterseinkünfte: Trage die gesetzliche Rente laut Renteninformation ein, außerdem Versorgungswerk, Betriebsrente, private Rentenversicherung, Rürup-Rente und weitere regelmäßige Einkünfte. Mit dem Schalter „Brutto“ oder „Schon netto“ legst Du fest, ob der Rechner Steuern und Krankenversicherung selbst abzieht. Ein zweiter Schalter klärt, ob Deine Vertragswerte nominal zum Rentenstart gelten, wie in fast allen Standmitteilungen, oder bereits in heutiger Kaufkraft. Nominale Werte rechnet der Rechner mit Deiner Inflationsannahme auf heute zurück. Bereits angespartes freies Kapital, etwa ein Depot für die Rente, trägst Du separat ein.

Schritt 3, Steuer und Krankenversicherung: Im aufklappbaren Bereich wählst Du, wie Du im Ruhestand krankenversichert bist (gesetzlich pflichtversichert in der KVdR, gesetzlich freiwillig oder privat), den Zusatzbeitrag Deiner Krankenkasse, ob Du Kinder hast, Einzel- oder Zusammenveranlagung und die Kirchensteuer. Bei privater Versicherung trägst Du Deinen erwarteten Beitrag im Alter ein.

Schritt 4, Annahmen: Voreingestellt sind 2 % Inflation, 5 % Rendite nach Kosten bis zum Rentenbeginn, 3 % Rendite im Ruhestand, eine jährliche Erhöhung der Entnahme um 2 % und ein Planungshorizont bis 90. Du entscheidest außerdem, ob Dein Kapital im Ruhestand verbraucht werden oder erhalten bleiben soll, und kannst eine Sicherheitsreserve von bis zu 30 % aufschlagen.

Als Ergebnis siehst Du Deine monatliche Rentenlücke in heutiger Kaufkraft, denselben Betrag nominal zum Rentenstart, einen Balken mit gedecktem Anteil und Lücke, den Kapitalbedarf zum Rentenbeginn und die monatliche Sparrate. Unter „So rechnen wir“ legt der Rechner jede Annahme offen.

Beispielrechnung: So entsteht eine Rentenlücke von 700 €

Die Voreinstellung des Rechners zeigt einen typischen Fall. Eine Angestellte ist 37 Jahre alt, möchte mit 67 in Rente gehen und braucht dann 2.400 € netto im Monat in heutiger Kaufkraft. Ihre Renteninformation weist eine gesetzliche Rente von 1.790 € brutto aus. Dazu kommen laut Standmitteilungen eine Betriebsrente von 300 € und eine private Rente von 200 €, beide als nominale Beträge zum Rentenbeginn. Sie ist gesetzlich versichert, hat Kinder und zahlt keine Kirchensteuer.

Zuerst rechnet der Rechner die Vertragswerte in heutige Kaufkraft um. Bei 2 % Inflation über 30 Jahre ist der Faktor 1,02 hoch 30, also rund 1,811. Die 300 € Betriebsrente entsprechen damit heute 166 €, die 200 € Privatrente 110 €. Zusammen mit der gesetzlichen Rente ergibt das 2.066 € brutto.

Dann folgen die Abzüge. Bei Rentenbeginn 2056 ist die gesetzliche Rente zu 99 % steuerpflichtig, die Privatrente nur mit dem Ertragsanteil von 17 %, die Betriebsrente voll. Nach Pauschbeträgen und abziehbaren Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträgen bleibt ein zu versteuerndes Einkommen von rund 20.687 € im Jahr. Das ergibt 145 € Einkommensteuer im Monat. Für Kranken- und Pflegeversicherung fallen 221 € an: 157 € Krankenversicherung auf die gesetzliche Rente (halber Beitragssatz plus halber Zusatzbeitrag) und 64 € Pflegeversicherung. Die Betriebsrente liegt mit 166 € unter der Freigrenze von 197,75 € und bleibt beitragsfrei.

Übrig bleiben 1.700 € netto. Die Rentenlücke beträgt also 700 € im Monat in heutiger Kaufkraft. Zum Rentenstart 2056 entspricht das nominal rund 1.268 € (700 € mal 1,811). Um diese Lücke von 67 bis 90 mit jährlich um 2 % steigenden Entnahmen zu decken, braucht sie bei 3 % Rendite im Ruhestand ein Kapital von 310.060 € zum Rentenbeginn. Bei 5 % Rendite bis dahin erreicht sie das mit einer Sparrate von 380 € im Monat über 30 Jahre.

Das Beispiel zeigt, warum Brutto und Netto so weit auseinanderliegen: Von 2.066 € brutto gehen 366 € ab, knapp 18 %. Hätte sie ohne Umrechnung die nominalen Vertragswerte angesetzt, läge die Lücke nur bei 535 €. Die Sparrate wäre mit 291 € um rund ein Viertel zu niedrig.

Von der Brutto-Rente zur Netto-Rente: Steuern, Kranken- und Pflegeversicherung 2026

Gesetzliche Renten, Renten aus Versorgungswerken und Rürup-Renten werden nachgelagert besteuert. Steuerpflichtig ist der Besteuerungsanteil, der sich nach dem Jahr des Rentenbeginns richtet. Wer 2026 in Rente geht, versteuert 84 % der Rente. Seit dem Wachstumschancengesetz steigt der Anteil für jeden neuen Rentenjahrgang nur noch um 0,5 Prozentpunkte, sodass erst Rentenbeginne ab 2058 zu 100 % steuerpflichtig sind. Rentenerhöhungen nach Rentenbeginn sind übrigens voll steuerpflichtig, das blendet die Rechnung in heutiger Kaufkraft bewusst aus.

Private Rentenversicherungen aus versteuertem Einkommen sind deutlich günstiger: Hier zählt nur der Ertragsanteil, der vom Alter bei Rentenbeginn abhängt. Mit 67 sind es 17 %, mit 65 sind es 18 %. Betriebsrenten aus Direktversicherung, Pensionskasse oder Pensionsfonds sind dagegen in voller Höhe steuerpflichtig, weil die Beiträge in der Ansparphase steuerfrei waren. Abgezogen werden der Werbungskosten-Pauschbetrag von 102 €, der Sonderausgaben-Pauschbetrag von 36 € sowie Deine Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung. Auf das verbleibende Einkommen wendet der Rechner den Tarif 2026 mit einem Grundfreibetrag von 12.348 € an, dazu Soli und auf Wunsch Kirchensteuer.

Bei der Krankenversicherung kommt es auf Deinen Status an. In der Krankenversicherung der Rentner (KVdR) zahlst Du auf die gesetzliche Rente die Hälfte von 14,6 % plus die Hälfte des Zusatzbeitrags (Durchschnitt 2026: 2,9 %), die andere Hälfte trägt die Rentenversicherung. Den Pflegebeitrag von 3,6 % trägst Du allein, ohne Kinder sind es 4,2 %. Betriebsrenten und Versorgungswerksrenten kosten den vollen Beitragssatz, für Betriebsrenten gilt in der Krankenversicherung ein Freibetrag von 197,75 € im Monat. Private Renten und Rürup-Renten bleiben in der KVdR beitragsfrei.

Bist Du im Alter freiwillig gesetzlich versichert, zählen alle Einkünfte, mindestens 1.318,33 € und höchstens 5.812,50 € im Monat. Privat Versicherte zahlen ihren Tarifbeitrag und erhalten von der Rentenversicherung einen Zuschuss auf die gesetzliche Rente, höchstens die Hälfte des Beitrags. Im Beispiel gilt: Ohne Kinder und mit 8 % Kirchensteuer in Baden-Württemberg steigt die Lücke von 700 € auf 720 €, die Sparrate von 380 € auf 391 €.

Kapitalbedarf und Sparrate: So liest Du das Ergebnis

Die Lücke in heutiger Kaufkraft ist die Zahl, die Du mit Deinem Budget vergleichst. Für die Finanzierung zählt aber, was Du zum Rentenstart tatsächlich in Euro brauchst. Deshalb rechnet der Rechner die Lücke mit der Inflation hoch: nominale Lücke = Lücke heute mal (1 + Inflation) hoch Jahre bis zum Rentenbeginn. Aus 700 € werden so in 30 Jahren rund 1.268 €.

Der Kapitalbedarf ist der Betrag, den Du zum Rentenbeginn haben musst, um die nominale Lücke Monat für Monat bis zum Ende des Planungshorizonts zu entnehmen. Die Entnahme steigt jedes Jahr um den eingestellten Wert, das Restkapital verzinst sich mit der Rendite im Ruhestand. Bei Kapitalverzehr ist das Konto mit 90 leer. Bei Kapitalerhalt entnimmst Du nur die Erträge, real dauerhaft. Das ist die teuerste Variante, weil bei 3 % Rendite und 2 % Erhöhung real nur 1 % für Entnahmen übrig bleibt. Die Sparrate ist der Monatsbetrag, der mit der Rendite bis zum Rentenbeginn genau diesen Kapitalbedarf erreicht, abzüglich Deines hochgerechneten vorhandenen Kapitals.

Was verändert Deine Rentenlücke am stärksten? Beispiel von oben, jeweils eine Annahme geändert

VarianteLücke heuteKapitalbedarf zum RentenbeginnMonatliche Sparrate
Basis (Rendite 5 %, Inflation 2 %, Planung bis 90, Kapitalverzehr)700 €310.060 €380 €
Rendite bis Rentenbeginn 3 % statt 5 %700 €310.060 €536 €
Inflation 3 % statt 2 %758 €450.130 €552 €
Planungshorizont bis 95 statt 90700 €368.742 €452 €
Bereits 30.000 € freies Kapital vorhanden700 €310.060 €221 €
Start mit 27 statt 37 (40 Jahre Zeit)746 €402.664 €272 €
Start mit 47 statt 37 (20 Jahre Zeit)633 €230.152 €567 €
Kapital soll erhalten bleiben statt verbraucht werden700 €1.542.602 €1.892 €

Die Tabelle zeigt drei Dinge. Erstens hängt die Sparrate stärker an der Rendite als die meisten erwarten: 2 Punkte weniger Rendite kosten 156 € im Monat mehr. Zweitens wirkt Inflation doppelt, denn sie verkleinert die Kaufkraft Deiner nominalen Verträge und vergrößert die nominale Lücke. Drittens zahlt sich Zeit aus: Wer mit 27 beginnt, braucht wegen der höheren nominalen Lücke zwar mehr Kapital, kommt aber mit 272 € im Monat hin. Mit 47 sind es 567 €. Teste deshalb immer ein vorsichtiges Szenario, bevor Du Dich auf eine Zahl festlegst.

Woher bekommst Du Deine echten Rentenzahlen?

Die wichtigste Quelle ist die Renteninformation der Deutschen Rentenversicherung. Sie kommt laut Deutscher Rentenversicherung einmal im Jahr, sobald Du mindestens 27 Jahre alt bist und fünf Jahre Beitragszeiten hast. Ab 55 erhältst Du alle drei Jahre eine ausführlichere Rentenauskunft. Für den Rechner übernimmst Du die Hochrechnung Deiner Regelaltersrente. Sie unterstellt, dass Du bis zur Rente so weiterverdienst wie im Schnitt der letzten fünf Kalenderjahre. Die DRV weist selbst darauf hin, dass davon noch Kranken- und Pflegeversicherung sowie gegebenenfalls Steuern abgehen und dass der Kaufkraftverlust nicht berücksichtigt ist. Nimm den Betrag ohne angenommene Rentenanpassungen, denn der entspricht ungefähr heutiger Kaufkraft.

Für Betriebsrenten, Riester-, Rürup- und Privatverträge bekommst Du jährliche Standmitteilungen. Dort stehen meist eine garantierte und eine prognostizierte Rente, beide nominal zum Rentenbeginn. Für eine vorsichtige Planung nimmst Du die garantierte Rente, für eine mittlere die Prognose. Einen Überblick über mehrere Anbieter liefert die Digitale Rentenübersicht.

Eine Riester-Rente hat im Rechner kein eigenes Feld. Am genauesten bildest Du sie unter „Weitere regelmäßige Einkünfte“ ab, denn sie ist wie dort voll steuerpflichtig und in der KVdR beitragsfrei. Rechne den Wert vorher selbst in heutige Kaufkraft um, weil dieses Feld nicht automatisch abgezinst wird. Einmalige Kapitalauszahlungen, etwa aus einer Kapitallebensversicherung, sind keine Rente. Sie verringern Deinen Kapitalbedarf und gehören gedanklich auf die Vermögensseite, nicht zu den monatlichen Einkünften.

Typische Fehler beim Berechnen der Rentenlücke

Brutto und netto verwechseln. Der häufigste Fehler ist, die Bruttorente aus der Renteninformation direkt vom Wunsch-Netto abzuziehen. Im Beispiel macht das 366 € im Monat aus, also mehr als die Hälfte der eigentlichen Lücke. Wenn Du den Modus „Brutto“ wählst, übernimmt der Rechner die Abzüge.

Nominale Vertragswerte wie heutige Kaufkraft behandeln. 300 € Betriebsrente in 30 Jahren sind bei 2 % Inflation heute nur 166 € wert. Wer das übersieht, unterschätzt seine Lücke systematisch. Prüfe deshalb, ob der Schalter für die Vertragswerte richtig steht.

Die 80-Prozent-Regel ungeprüft übernehmen. Pauschale Faustregeln passen selten genau. Wer im Alter eine abbezahlte Immobilie hat, kommt oft mit weniger aus. Wer zur Miete wohnt oder privat krankenversichert ist, braucht oft mehr. Ein eigenes Ausgabenbudget ist fast immer genauer.

Mit zu hoher Rendite rechnen. Die Rendite im Rechner ist eine Rendite nach Kosten. Produktkosten von 1 bis 2 % im Jahr drücken ein Aktienportfolio schnell unter die Voreinstellung. Für sicherheitsorientierte Anlagen sind 5 % ohnehin zu hoch.

Das eigene Alter unterschätzen. Ein Planungshorizont bis 90 ist kein Maximum. Wer das Langlebigkeitsrisiko absichern oder einplanen will, sollte mindestens einmal mit 95 rechnen. Im Beispiel steigt die Sparrate dadurch um 72 €.

Pflegekosten mit Pflegebeiträgen verwechseln. Der Rechner berücksichtigt Deinen Pflegeversicherungsbeitrag, nicht aber Eigenanteile im Pflegefall. Dafür brauchst Du einen separaten Puffer oder eine eigene Absicherung.

Rentenlücke schließen: Welche Bausteine passen zu Dir?

Ist die Lücke beziffert, geht es um das Wie. Ein guter Rahmen sind die drei Säulen der Altersvorsorge: gesetzlich, betrieblich und privat. Entscheidend ist nicht das Etikett eines Produkts, sondern was nach Kosten, Steuern, Förderung und Inflation bei Dir ankommt.

Als Angestellter lohnt sich zuerst ein Blick auf die betriebliche Altersvorsorge, vor allem wenn Dein Arbeitgeber Zuschüsse zahlt. Wie viel Dich ein Beitrag netto kostet, zeigt der bAV-Rechner zur Entgeltumwandlung. Für Gutverdiener und alle ohne Pflichtversicherung kann die Basisrente interessant sein, weil Beiträge 2026 bis 30.826 € im Jahr als Sonderausgaben zählen. Was Dir das steuerlich bringt, rechnest Du mit dem Rürup-Rechner nach. Die Kehrseite erklärt der Ratgeber zu den Vor- und Nachteilen der Rürup-Rente: Das Kapital ist dauerhaft gebunden.

Die flexibelste Lösung ist ein breit gestreuter Sparplan. Er lässt sich jederzeit anpassen, trägt aber Kursrisiken und kennt keine lebenslange Garantie. Wie viel aus einer bestimmten Monatsrate werden kann, zeigt der Sparrechner, Hintergründe liefert der Ratgeber zur ETF-Altersvorsorge. Ab 2027 kommt das staatlich geförderte Altersvorsorgedepot hinzu, dessen Zulagen Du mit dem Altersvorsorgedepot-Rechner abschätzen kannst.

Weitere Hebel kosten kein Produkt: ein späterer Rentenbeginn, ein realistischeres Zielbudget, eine abbezahlte Immobilie oder eine Sparrate, die mit Deinem Gehalt wächst. Bist Du selbstständig, mit Versorgungswerk, schwankenden Einnahmen oder einem Unternehmen, das Du verkaufen willst, nutze den Rentenlücken-Rechner für Selbstständige. Als Geschäftsführer mit Pensionszusage oder unklarem Sozialversicherungsstatus passt der Rentenlücken-Rechner für Geschäftsführer besser.

Häufige Fragen zur Rentenlücke

Wie berechne ich meine Rentenlücke? Du ziehst Deine voraussichtlichen Netto-Alterseinkünfte von dem Nettoeinkommen ab, das Du im Ruhestand brauchst. Beide Werte sollten in heutiger Kaufkraft stehen. Die gesetzliche Rente übernimmst Du aus der Renteninformation, Betriebs- und Privatrenten aus den Standmitteilungen. Davon gehen Steuern sowie Kranken- und Pflegeversicherung ab. Nominale Vertragswerte rechnest Du mit der Inflation auf heute zurück. Der Rentenlückenrechner auf dieser Seite erledigt diese Schritte und zeigt zusätzlich Kapitalbedarf und Sparrate.

Wie viel Prozent meines Nettoeinkommens brauche ich im Ruhestand? Oft genannt werden 70 bis 80 % des letzten Nettos. Das ist eine grobe Faustregel. Ob sie für Dich passt, hängt vor allem vom Wohnen ab: Mit abbezahlter Immobilie reicht oft weniger, zur Miete oder mit privater Krankenversicherung eher mehr. Der Rechner bietet 50, 65 und 80 % als Orientierung an. Genauer wird Dein Ergebnis, wenn Du ein eigenes Ausgabenbudget für den Ruhestand aufstellst und dieses als Betrag einträgst.

Ist die Rente in der Renteninformation brutto oder netto? Brutto. Die Deutsche Rentenversicherung weist darauf hin, dass von der genannten Rente noch Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung und gegebenenfalls Steuern abgehen. Außerdem ist der Kaufkraftverlust nicht berücksichtigt. Im Beispiel auf dieser Seite machen Steuern und Sozialabgaben zusammen 366 € im Monat aus. Wähle im Rechner deshalb den Modus Brutto und trage den Wert ohne angenommene Rentenanpassungen ein.

Was ist der Unterschied zwischen Rentenlücke und Versorgungslücke? Im Alltag meinen beide Begriffe meist dasselbe: die Differenz zwischen benötigtem und vorhandenem Einkommen im Ruhestand. Versorgungslücke ist der weitere Begriff. Versicherer verwenden ihn auch für fehlendes Einkommen bei Berufsunfähigkeit oder für Hinterbliebene. Wenn Du Deine Versorgungslücke im Alter berechnen willst, kannst Du den Rentenlückenrechner auf dieser Seite genauso nutzen.

Muss ich bei der Rentenlücke die Inflation berücksichtigen? Ja, an zwei Stellen. Nominale Verträge verlieren bis zum Rentenbeginn an Kaufkraft: 300 € in 30 Jahren sind bei 2 % Inflation heute nur 166 € wert. Und die Lücke selbst ist zum Rentenstart nominal größer, aus 700 € werden rund 1.268 €. Der Rechner berücksichtigt beides und zeigt die Lücke in heutiger Kaufkraft und nominal zum Rentenstart.

Wie viel muss ich sparen, um meine Rentenlücke zu schließen? Das hängt von Lücke, Zeit bis zur Rente, Rendite und Entnahmedauer ab. Im Beispiel mit 700 € Lücke, 30 Jahren Vorlauf und 5 % Rendite nach Kosten sind es 380 € im Monat. Bei 3 % Rendite steigt die Rate auf 536 €, mit nur 20 Jahren Vorlauf auf 567 €. Soll das Kapital erhalten bleiben statt verbraucht zu werden, sind es sogar 1.892 €. Rechne deshalb mehrere Varianten durch.

Wie oft sollte ich meine Rentenlücke neu berechnen? Eine Überprüfung einmal im Jahr ist sinnvoll, am besten wenn die neue Renteninformation kommt. Außerdem nach jeder größeren Veränderung: Jobwechsel, Gehaltssprung, Teilzeit, Elternzeit, Selbstständigkeit, Heirat, Scheidung oder Immobilienkauf. Auch neue Verträge oder geänderte Standmitteilungen gehören in die Rechnung. So siehst Du rechtzeitig, ob Deine Sparrate und Deine Annahmen noch zu Deinem Ziel passen.

Mit Deinem Ergebnis aus dem Rechner hast Du eine belastbare erste Zahl. Wenn Du wissen willst, welche Stellschraube bei Dir am meisten bewirkt und wie bestehende Verträge in Deinen Plan passen, findest Du mehr zur privaten Altersvorsorge mit Käpsele. Für ein unverbindliches Gespräch über Deine Zahlen kannst Du uns direkt über die Kontaktseite schreiben.

Fragen, die ein KÄPSELE stellt.

Wer clever ist, gibt seine Finanzen nicht leichtfertig ab. Deswegen beantworten wir Dir hier alle Fragen, die Du schon vor dem ersten Gespräch geklärt haben möchtest. Alles Weitere besprechen wir gerne persönlich mit Dir.

Wie hoch ist meine Rentenlücke?

Das lässt sich nur mit Deinen persönlichen Zahlen seriös beantworten. Nutze Deine aktuelle Renteninformation, ergänze bestehende Verträge und teste mehrere Szenarien für Rentenbeginn, Inflation und Zielbudget. Der Rechner zeigt Dir die Lücke in heutiger Kaufkraft und zum geplanten Rentenstart.

Wie berechnet man die Vorsorgelücke?

Ziehe von Deinem gewünschten Nettoeinkommen im Alter alle voraussichtlichen Nettoleistungen aus gesetzlicher, betrieblicher und privater Vorsorge ab. Für eine realistische Planung müssen zusätzlich Inflation, Steuern sowie Kranken- und Pflegeversicherung berücksichtigt werden.

Wie wirken sich Lücken im Versicherungsverlauf auf die Rente aus?

Zeiten mit niedrigen oder fehlenden Beiträgen können die gesetzliche Rente reduzieren. Wie stark, hängt unter anderem von Kindererziehungszeiten, Pflegezeiten, freiwilligen Beiträgen und Deinem gesamten Versicherungsverlauf ab. Prüfe deshalb Deine Renteninformation auf ungeklärte Zeiten.

Wie viel Vermögen braucht man, um eine Rentenlücke zu schließen?

Das hängt von der monatlichen Lücke, der Entnahmedauer, der Rendite nach Kosten und Steuern sowie davon ab, ob das Kapital im Ruhestand verbraucht werden darf. Der Rechner stellt diese Annahmen offen dar und zeigt Dir deshalb mehrere Szenarien statt einer pauschalen Summe.

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