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Altersvorsorgedepot-Rechner

Das neue Altersvorsorgedepot verspricht staatliche Förderung ohne klassische Garantiepflicht. Aber wie viel kommt bei Dir wirklich an – und was kann daraus bis zur Rente werden? Der Rechner macht Eigenbeitrag, Zulagen, Kosten und mögliches Endkapital sichtbar, damit Du Förderung und Flexibilität sauber vergleichen kannst.

Stand: August 2026. Die Reform der privaten Altersvorsorge ist beschlossen; neue Produkte sollen ab 1. Januar 2027 angeboten werden. Die Rechnung ist ein Szenario, keine Rendite- oder Förderzusage. Maßgeblich sind die gesetzlichen Voraussetzungen und der spätere konkrete Vertrag.

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Altersvorsorgedepot ermöglicht gefördertes Kapitalmarktsparen ohne verpflichtende Beitragsgarantie.
  • Neue Produkte können ab 1. Januar 2027 angeboten werden.
  • Bei 1.800 Euro Eigenbeitrag im Jahr beträgt die Grundzulage maximal 540 Euro.
  • Pro berücksichtigungsfähigem Kind sind bis zu 300 Euro Kinderzulage möglich.
  • Beim Standarddepot sind die Effektivkosten auf 1,0 Prozent begrenzt.

Was berechnet der Altersvorsorgedepot-Rechner?

Der Rechner verbindet Deinen Eigenbeitrag mit der möglichen staatlichen Zulage und einer angenommenen Wertentwicklung. So erkennst Du, wie viel Kapital jährlich investiert wird, welchen Anteil der Staat übernimmt und welches Endkapital bis zum geplanten Rentenbeginn entstehen könnte.

Wichtig ist die Trennung von sicheren und unsicheren Größen: Förderbeträge lassen sich nach den gesetzlichen Regeln bestimmen. Die spätere Wertentwicklung hängt dagegen von Anlage, Kosten, Laufzeit und Kapitalmarkt ab.

Wie hoch ist die Grundzulage ab 2027?

Die Förderung steigt in zwei Stufen. Für die ersten 360 Euro Eigenbeitrag gibt es 50 Cent je eingezahltem Euro, also maximal 180 Euro. Für die nächsten 1.440 Euro gibt es 25 Cent je Euro, also maximal weitere 360 Euro. Bei insgesamt 1.800 Euro Eigenbeitrag ergibt sich damit eine maximale Grundzulage von 540 Euro pro Jahr.

  • erste 360 Euro Eigenbeitrag: 50 Prozent Zulage = 180 Euro
  • weitere 1.440 Euro Eigenbeitrag: 25 Prozent Zulage = 360 Euro
  • maximale Grundzulage: 540 Euro bei 1.800 Euro Eigenbeitrag

Beispiel: 1.800 Euro eigener Beitrag

Du zahlst 150 Euro im Monat beziehungsweise 1.800 Euro im Jahr ein. Die maximale Grundzulage beträgt 540 Euro. Damit fließen vor Kosten und möglicher Wertentwicklung 2.340 Euro pro Jahr in Deine geförderte Altersvorsorge. Kinderzulagen und ein möglicher Berufseinsteigerbonus kommen gegebenenfalls hinzu.

Welche zusätzlichen Förderungen sind möglich?

Für ein berücksichtigungsfähiges Kind kann ein Zuschuss von bis zu 300 Euro pro Jahr hinzukommen. Dafür ist ein eigener kindbezogener Beitrag bis 300 Euro vorgesehen, der zu 100 Prozent bezuschusst wird. Für Berufseinsteiger unter 25 Jahren ist zusätzlich ein einmaliger Bonus von 200 Euro vorgesehen.

Beiträge und Zulagen können im Rahmen des Sonderausgabenabzugs berücksichtigt werden. Das Finanzamt prüft, ob daraus über die Zulagen hinaus ein zusätzlicher Steuervorteil entsteht.

Was unterscheidet das Altersvorsorgedepot vom normalen ETF-Depot?

Das geförderte Depot bietet Zulagen und steuerliche Förderung, ist dafür aber an gesetzliche Produkt- und Auszahlungsregeln gebunden. Ein freies ETF-Depot erhält keine Altersvorsorgezulage, bietet dafür grundsätzlich mehr Freiheit bei Einzahlungen, Entnahmen und Anbieterwahl. Welche Variante besser passt, hängt von Förderung, Kosten, Steuersituation und gewünschter Flexibilität ab.

Keine Garantie heißt mehr Chance – und mehr Schwankung

Im Altersvorsorgedepot ist keine vollständige Beitragsgarantie vorgeschrieben. Dadurch kann mehr Kapital am Markt investiert werden, was langfristig höhere Ertragschancen eröffnet. Gleichzeitig können Werte schwanken und zeitweise unter den Einzahlungen liegen. Je näher die Auszahlung rückt, desto wichtiger wird ein passendes Risikomanagement.

Wer kann künftig gefördert werden?

Der förderfähige Personenkreis wird gegenüber der bisherigen Riester-Systematik erweitert. Künftig sollen unter anderem auch Selbstständige, Freiberufler und Mitglieder berufsständischer Versorgungswerke ein gefördertes Produkt nutzen können, sofern die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind.

Was passiert in der Auszahlungsphase?

Das Kapital dient der Altersvorsorge und unterliegt besonderen Auszahlungsregeln. Leistungen werden im Ruhestand nachgelagert besteuert. Entscheidend ist deshalb nicht nur das Endkapital, sondern was nach Kosten, Steuern und gewählter Auszahlung tatsächlich verfügbar bleibt.

Offizielle Grundlage

Das Bundesfinanzministerium erläutert Förderstufen, Kinderzulage, Kostenbegrenzung und den Start zum 1. Januar 2027. Die Bundesregierung dokumentiert das abgeschlossene Gesetzgebungsverfahren und die zentralen Eckpunkte.

Dein nächster Schritt

Vergleiche im Rechner nicht nur die maximale Förderung, sondern auch Rendite, Kosten und spätere Verfügbarkeit. Käpsele hilft Dir anschließend zu prüfen, ob das Altersvorsorgedepot, ein freies Depot oder eine Kombination besser zu Deinem Gesamtplan passt.

Fragen, die ein KÄPSELE stellt.

Wer clever ist, gibt seine Finanzen nicht leichtfertig ab. Deswegen beantworten wir Dir hier alle Fragen, die Du schon vor dem ersten Gespräch geklärt haben möchtest. Alles Weitere besprechen wir gerne persönlich mit Dir.

Wie wird das Altersvorsorgedepot bei Auszahlung besteuert?

Die geförderten Leistungen werden im Ruhestand grundsätzlich nachgelagert besteuert. Wie viel netto bleibt, hängt dann von Auszahlungsform, persönlichem Steuersatz und den zu diesem Zeitpunkt geltenden Regeln ab. Ein hoher Förderbetrag heute sollte deshalb nicht ohne die spätere Nettoauszahlung bewertet werden.

Können Selbstständige das Altersvorsorgedepot nutzen?

Der förderfähige Personenkreis wird erweitert. Nach den beschlossenen Regeln sollen auch Selbstständige, Freiberufler und Mitglieder berufsständischer Versorgungswerke Zugang erhalten, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Der konkrete Anspruch sollte bei Vertragsstart geprüft werden.

Was ist der Unterschied zu einem normalen ETF-Depot?

Das Altersvorsorgedepot bietet staatliche Zulagen und mögliche Steuervorteile, ist dafür aber an gesetzliche Produkt- und Auszahlungsregeln gebunden. Ein freies ETF-Depot erhält keine Altersvorsorgezulage, bietet grundsätzlich aber mehr Freiheit bei Einzahlungen und Entnahmen. Entscheidend ist der Vergleich nach Kosten, Steuern und Flexibilität.

Wie hoch ist die Förderung beim Altersvorsorgedepot?

Für die ersten 360 Euro Eigenbeitrag gibt es 50 Prozent Zuschuss, also maximal 180 Euro. Für die nächsten 1.440 Euro gibt es 25 Prozent, also maximal weitere 360 Euro. Damit beträgt die Grundzulage höchstens 540 Euro pro Jahr bei 1.800 Euro Eigenbeitrag; zusätzliche Kinderzulagen sind möglich.

Ab wann gibt es das Altersvorsorgedepot?

Neue geförderte Produkte sollen ab 1. Januar 2027 angeboten werden. Die Reform ist beschlossen, konkrete Tarife und ihre Konditionen kommen aber erst mit den jeweiligen Anbietern. Vor einer Entscheidung sollten deshalb Förderung, Effektivkosten, Anlageauswahl und Auszahlungsregeln verglichen werden.

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