Rürup-Rechner
Eine hohe Einzahlung klingt steuerlich attraktiv. Entscheidend ist, was sie Dich nach Steuern wirklich kostet und welche Rente daraus entstehen kann. Der Rürup-Rechner verbindet Höchstbetrag 2026, Steuersatz, Laufzeit, Rendite und Rentenfaktor zu einem ehrlichen Szenario.
Mit dem Rürup-Rechner berechnest Du, wie viel Steuern Du 2026 mit Beiträgen zur Rürup-Rente (Basisrente) sparst, was Dich die Einzahlung netto kostet und welche Monatsrente daraus entstehen kann, vor und nach Steuern. Der Rechner berücksichtigt den Höchstbetrag von 30.826 € für Ledige und 61.652 € für Verheiratete, bereits gezahlte Rentenbeiträge, den Rentenfaktor und den Besteuerungsanteil im Ruhestand. Stand: Oktober 2026.
Die Rürup-Rente folgt dem Prinzip der nachgelagerten Besteuerung: Beiträge senken heute Deine Steuerlast, die Rente wird später versteuert. Ob sich das für Dich rechnet, hängt deshalb an zwei Steuersätzen, an der Rendite nach Kosten und am Rentenfaktor Deines Vertrags. Genau diese Größen kannst Du im Rechner verändern und so sehen, welche Annahme Dein Ergebnis wirklich treibt.
Das Wichtigste in Kürze: Die Basisrente ist ein Steuerinstrument mit klaren Regeln, die Du vor dem Abschluss kennen solltest.
- Beiträge sind 2026 zu 100 % als Sonderausgaben abziehbar, bis zum Höchstbetrag von 30.826 € (ledig) beziehungsweise 61.652 € (zusammen veranlagt). Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung oder zum Versorgungswerk verringern den freien Betrag.
- Faustformel: Steuerersparnis = abziehbarer Beitrag × Grenzsteuersatz. Bei 12.000 € Beitrag und 42 % sind das 5.040 €, der Nettoaufwand liegt bei 6.960 €.
- Die Monatsrente ergibt sich aus Versorgungskapital ÷ 10.000 × Rentenfaktor.
- Wer 2026 in Rente geht, versteuert 84 % der Rente. Für jeden späteren Rentenjahrgang steigt der Anteil um 0,5 Prozentpunkte, ab Rentenbeginn 2058 sind es 100 %.
- Eine Kapitalauszahlung, Beleihung oder Vererbung außerhalb des Hinterbliebenenschutzes ist nicht möglich.
So funktioniert der Rürup-Rente-Rechner
Der Rechner ist in drei Blöcke gegliedert. Unter Beitrag und Steuer heute wählst Du, ob Du einen Jahres- oder Monatsbeitrag zahlst, und gibst Deine steuerliche Veranlagung an: einzeln oder zusammen veranlagt. Im Feld „Bereits gezahlte Rentenbeiträge pro Jahr“ trägst Du ein, was Du schon in die gesetzliche Rentenversicherung oder ein Versorgungswerk einzahlst. Angestellte setzen hier Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteil zusammen an. Dazu kommt Dein heutiger Grenzsteuersatz zwischen 14 und 45 %.
Im Block Ansparphase legst Du die Laufzeit bis zum Rentenbeginn (1 bis 45 Jahre) und die Rendite pro Jahr nach allen Kosten fest. Im Block Rente folgen der Rentenfaktor aus Deinem Angebot und der Grenzsteuersatz, den Du im Ruhestand erwartest.
Als Hauptergebnis zeigt der Rechner Deine mögliche Steuerentlastung pro Jahr, darunter den Nettoaufwand und den Anteil der Entlastung am Beitrag. Weitere Zeilen zeigen den freien Höchstbetrag 2026, den abziehbaren Teil Deines Beitrags, die Summe der Beiträge und Steuerentlastungen über die Laufzeit, das mögliche Versorgungskapital, die Monatsrente brutto, den steuerpflichtigen Anteil im Jahr Deines Rentenbeginns, die Monatsrente nach Einkommensteuer und die Zahl der Rentenjahre, bis Dein gesamter Nettoaufwand zurückgeflossen ist.
Wichtig ist, was der Rechner vereinfacht. Er rechnet mit konstanter Rendite, konstantem Beitrag und konstantem Steuersatz. Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer sind nicht enthalten, ebenso wenig Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge im Alter. Bei Beamten wird statt echter Rentenbeiträge ein fiktiver Beitrag vom Höchstbetrag abgezogen, das bildet der Rechner nicht ab. Wenn Du erst wissen möchtest, wie groß Deine Versorgungslücke überhaupt ist, beginne mit dem Rentenlücken-Rechner für Selbstständige oder dem allgemeinen Rentenlücken-Rechner.
Höchstbetrag 2026: Wie viel Du absetzen kannst
Beiträge zur Basisrente gehören zu den Altersvorsorgeaufwendungen nach § 10 Abs. 3 EStG. Der Höchstbetrag entspricht dem Höchstbeitrag zur knappschaftlichen Rentenversicherung. Für 2026 sind das 24,7 % der knappschaftlichen Beitragsbemessungsgrenze von 124.800 €, also 30.826 € für Ledige und 61.652 € für zusammen veranlagte Ehepaare. Diese Werte nennt auch die Deutsche Rentenversicherung. Seit 2023 sind Beiträge innerhalb dieser Grenze vollständig abziehbar, die frühere schrittweise Abzugsquote gibt es nicht mehr.
Der Höchstbetrag gilt allerdings für alle Altersvorsorgeaufwendungen zusammen. Wer in die gesetzliche Rentenversicherung oder ein berufsständisches Versorgungswerk einzahlt, hat entsprechend weniger Platz für die Rürup-Rente. Bei Angestellten zählt dabei der volle Beitrag von 18,6 % des Bruttogehalts, also Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteil.
Ein Beispiel: Eine angestellte Person verdient 101.400 € brutto im Jahr und liegt damit genau auf der Beitragsbemessungsgrenze der allgemeinen Rentenversicherung 2026. Der Rentenbeitrag beträgt 18.860,40 €. Frei bleiben 11.965,60 €. Zahlt sie 12.000 € in eine Rürup-Rente, sind rund 34 € davon steuerlich nicht abziehbar, und der Rechner weist darauf hin. Bei 80.000 € brutto fallen 14.880 € Rentenbeitrag an, und der freie Betrag liegt bei 15.946 €.
Selbstständige ohne Rentenversicherungspflicht können den Höchstbetrag dagegen meist voll nutzen. Zahlt eine selbstständige Person 35.000 € ein, sind 30.826 € abziehbar, 4.174 € liegen darüber. Die Steuerentlastung sinkt dadurch auf 37 % des Beitrags. Ist sie verheiratet und zusammen veranlagt, verdoppelt sich der Höchstbetrag, und der gesamte Beitrag ist abziehbar, sofern der Ehepartner den Rahmen nicht selbst mit Rentenbeiträgen nutzt. Prüfe also vor einer großen Einzahlung, wie viel Höchstbetrag Dir tatsächlich bleibt.
Steuerersparnis berechnen: Beispiel mit 12.000 Euro Jahresbeitrag
Die Voreinstellungen zeigen eine ledige, selbstständige Person ohne weitere Rentenbeiträge. Sie zahlt 12.000 € im Jahr in eine Basisrente ein, ihr Grenzsteuersatz liegt bei 42 %. Der Beitrag liegt vollständig im Höchstbetrag. Die Steuerentlastung beträgt 12.000 € × 42 % = 5.040 € pro Jahr, der Nettoaufwand 6.960 €. Der Staat trägt also 42 % des Beitrags.
Über 25 Jahre zahlt sie 300.000 € ein. Davon kommen 126.000 € als Steuerentlastung zurück, ihr Nettoaufwand summiert sich auf 174.000 €. Diese Zahl ist der richtige Maßstab für die spätere Rente, nicht die Bruttosumme der Beiträge.
Entscheidend ist der Grenzsteuersatz, nicht der Durchschnittssteuersatz. Der Grenzsteuersatz ist der Steuersatz, mit dem der letzte verdiente Euro belastet wird. Genau dieser Teil Deines Einkommens fällt durch den Sonderausgabenabzug weg. 2026 greift der Spitzensteuersatz von 42 % für Ledige ab einem zu versteuernden Einkommen von knapp 70.000 €. Darunter steigt der Grenzsteuersatz schrittweise an, ab etwa 278.000 € gilt der Reichensteuersatz von 45 %.
Die Faustformel ist eine Annäherung. Bei hohen Beiträgen kann Dein zu versteuerndes Einkommen in einen Bereich mit niedrigerem Grenzsteuersatz rutschen, dann fällt die Ersparnis etwas geringer aus. Umgekehrt erhöhen Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer, soweit sie für Dich anfallen, die Entlastung leicht. Die tatsächliche Wirkung zeigt erst Dein Steuerbescheid.
Ein praktischer Punkt wird oft übersehen: Die Steuerentlastung fließt Dir als Erstattung oder geringere Vorauszahlung zu, nicht in den Vertrag. Wer sie ausgibt, statt sie anzulegen, verschenkt einen Teil des Vorteils. Viele Anleger legen die Erstattung deshalb bewusst zusätzlich an, etwa in einem ETF-Sparplan.
Vom Kapital zur Rente: Was der Rentenfaktor bedeutet
Der Rentenfaktor gibt an, wie viel Euro Monatsrente Du je 10.000 € Versorgungskapital bei Rentenbeginn erhältst. Die Formel im Rechner lautet: Monatsrente = Versorgungskapital ÷ 10.000 × Rentenfaktor. Ein Rentenfaktor von 28 bedeutet also 28 € Rente pro Monat für je 10.000 € Kapital.
Im Standardbeispiel wachsen 12.000 € pro Jahr über 25 Jahre bei 4 % Rendite nach Kosten auf rund 499.751 € Versorgungskapital. Mit Rentenfaktor 28 ergibt das eine Monatsrente von rund 1.399 € brutto. Mit Rentenfaktor 25 wären es rund 1.249 €, mit Rentenfaktor 30 rund 1.499 €. Wenige Punkte beim Rentenfaktor machen über eine lange Rentenphase also einen großen Unterschied.
Der Rentenfaktor hängt vom Rechnungszins, von der Sterbetafel des Versicherers, von Kosten in der Rentenphase und vom Alter bei Rentenbeginn ab. Achte im Angebot auf den Unterschied zwischen dem garantierten Rentenfaktor und einem höheren, nur prognostizierten Wert. Garantierte Faktoren liegen oft zwischen 20 und 30 €. Eine einfache Kontrollrechnung hilft bei der Einordnung: Bei Rentenfaktor 28 musst Du rund 357 Monate oder knapp 30 Jahre Rente beziehen, bis Dein Kapital ohne Verzinsung zurückgeflossen ist.
Fast genauso stark wirkt die Rendite. Bei 2 % statt 4 % nach Kosten sinkt das Kapital im Beispiel auf rund 384.364 € und die Rente auf rund 1.076 €. Bei 6 % steigt das Kapital auf rund 658.374 € und die Rente auf rund 1.843 €. Die Rendite nach Kosten hängt am Anlagekonzept und an den Effektivkosten. Kostengünstige fondsgebundene Tarife mit hoher Aktienquote haben langfristig mehr Renditechancen als klassische Tarife, schwanken aber stärker. Rechne deshalb immer ein vorsichtiges und ein mittleres Szenario.
Besteuerung im Alter: Besteuerungsanteil nach Rentenbeginn
Die Rürup-Rente wird im Ruhestand wie die gesetzliche Rente nach § 22 EStG versteuert. Steuerpflichtig ist ein Anteil, der sich nach dem Jahr Deines Rentenbeginns richtet. Laut Deutscher Rentenversicherung müssen Neurentner 2026 ihre Rente zu 84 % versteuern. Für jeden späteren Rentenjahrgang steigt der Anteil seit dem Wachstumschancengesetz um 0,5 Prozentpunkte, erst bei Rentenbeginn 2058 sind es 100 %.
Der steuerfreie Teil wird im Jahr nach dem Rentenbeginn als fester Eurobetrag festgeschrieben, der Rentenfreibetrag. Spätere Rentenerhöhungen sind deshalb voll steuerpflichtig.
Der Rechner geht davon aus, dass Deine Beiträge 2026 beginnen und die Rente im Jahr 2026 plus Laufzeit startet. Im Beispiel mit 25 Jahren ist das 2051 mit einem Besteuerungsanteil von 96,5 %. Bei einem angenommenen Grenzsteuersatz von 25 % im Alter fallen auf 1.399 € Rente rund 338 € Einkommensteuer an. Es bleiben rund 1.062 € Monatsrente nach Einkommensteuer. Bis der Nettoaufwand von 174.000 € zurückgeflossen ist, vergehen rund 13,7 Jahre Rentenbezug, ohne Abzinsung gerechnet.
Der Steuersatz im Alter ist die größte Unbekannte. Bei 30 % sinkt die Rente nach Steuer auf rund 994 €, bei 0 %, etwa wenn Dein übriges Einkommen gering ist, bleiben die vollen 1.399 €. Der Steuervorteil entsteht aus der Differenz zwischen hohem Steuersatz heute und niedrigerem Steuersatz im Alter.
Dazu kommt die Krankenversicherung. Wer in der Krankenversicherung der Rentner pflichtversichert ist, zahlt auf die Basisrente keine Beiträge. Freiwillig gesetzlich Versicherte zahlen dagegen auch auf die Rürup-Rente Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge, das betrifft viele Selbstständige. Privat Versicherte zahlen einkommensunabhängige Beiträge.
Für wen sich die Rürup-Rente lohnt
Die Rürup-Rente lohnt sich vor allem dann, wenn drei Bedingungen zusammenkommen: ein hoher Grenzsteuersatz heute, ein voraussichtlich deutlich niedrigerer Steuersatz im Alter und genug freier Höchstbetrag. Das trifft typischerweise auf Selbstständige und Freiberufler ohne Pflicht zur gesetzlichen Rentenversicherung zu, die eine lebenslange Basisversorgung aufbauen wollen. Für sie ist die Basisrente oft die einzige staatlich geförderte Vorsorge mit nennenswertem Volumen. Mehr dazu findest Du im Ratgeber Altersvorsorge für Selbstständige 2026.
Interessant ist sie auch für Gutverdiener mit schwankendem Einkommen, weil Beiträge flexibel sind. In einem starken Jahr zahlst Du mehr ein und sparst entsprechend Steuern, in einem schwachen Jahr weniger. Auch kurz vor der Rente kann eine Einmalzahlung sinnvoll sein, wenn der Steuersatz im letzten Erwerbsjahr hoch ist und die Rente danach niedrig besteuert wird.
Angestellte haben oft weniger Spielraum, weil ihre gesetzlichen Rentenbeiträge einen großen Teil des Höchstbetrags belegen. Für sie ist häufig zuerst die betriebliche Altersvorsorge zu prüfen, vor allem wenn der Arbeitgeber etwas dazugibt. Wie sich eine Entgeltumwandlung netto auswirkt, zeigt der bAV-Rechner.
Weniger geeignet ist die Basisrente, wenn Du flexibel auf Dein Kapital zugreifen willst, Vermögen vererben möchtest oder Deinen Steuersatz im Alter hoch einschätzt, zum Beispiel wegen Mieteinnahmen oder hoher Betriebsrenten. Ein Warnsignal ist auch eine lange Rückflussdauer. Braucht der Rechner mehr als 20 Jahre Rentenbezug, bis Dein Nettoaufwand zurück ist, lohnt der Vergleich mit einer freien Anlage. Eine ausführliche Abwägung findest Du in unserem Beitrag Rürup-Rente 2026: Vor- und Nachteile der Basisrente.
Regeln der Basisrente, die Du vor dem Abschluss kennen solltest
Der Steuervorteil der Basisrente ist an strenge Bedingungen geknüpft. Bei Verträgen ab 2012 beginnt die Rente frühestens mit 62 Jahren. Ausgezahlt wird ausschließlich eine lebenslange monatliche Rente. Eine Kapitalauszahlung ist nicht vorgesehen. Nur sehr kleine Renten darf der Anbieter mit einer einmaligen Abfindung ablösen. Der Vertrag lässt sich weder kündigen und auszahlen noch beleihen, verkaufen oder auf eine andere Person übertragen. Möglich sind eine Beitragsfreistellung und der Wechsel zu einem anderen Basisrentenvertrag.
Vererbbar ist die Rürup-Rente nur eingeschränkt. Eine Hinterbliebenenabsicherung kann nur Ehe- oder eingetragene Lebenspartner und kindergeldberechtigte Kinder begünstigen, und sie muss vereinbart sein. Ohne diesen Schutz verfällt das Kapital beim Tod in der Ansparphase oder kurz nach Rentenbeginn zugunsten der Versichertengemeinschaft. Eine Rentengarantiezeit hilft nur, wenn sie an diese Personen gekoppelt ist.
Diese Einschränkungen haben auch eine Schutzwirkung: Das angesparte Kapital ist in gesetzlich festgelegten Grenzen vor Pfändung geschützt und wird bei Sozialleistungen wie dem Bürgergeld nicht als verwertbares Vermögen angerechnet, weil es sich nicht auszahlen lässt. Für Selbstständige ist das ein echter Vorteil.
Ein weiterer Punkt sind die Kosten. Abschluss- und Verwaltungskosten, Fondskosten und Kosten in der Rentenphase können die Rendite um einen Prozentpunkt oder mehr drücken. Trage im Rechner deshalb die Rendite nach allen Kosten ein und frage im Angebot nach der Effektivkostenquote. Wie stark Provisionen das Ergebnis verändern können, zeigt unser Ratgeber Provision oder Honorar: Was kostet Deine Rentenversicherung wirklich?
Häufige Fragen zum Rürup-Rechner
Wie berechne ich meine Rürup-Rente? Du berechnest zuerst das Versorgungskapital bei Rentenbeginn aus Beitrag, Laufzeit und Rendite nach Kosten. Dann teilst Du es durch 10.000 und multiplizierst mit dem Rentenfaktor Deines Vertrags. Im Beispiel ergeben 12.000 € pro Jahr über 25 Jahre bei 4 % rund 499.751 € Kapital und mit Rentenfaktor 28 rund 1.399 € Monatsrente brutto. Nach Steuern bleiben bei 25 % Steuersatz im Alter rund 1.062 €.
Wie viel kann ich 2026 in die Rürup-Rente einzahlen und absetzen? Einzahlen kannst Du grundsätzlich beliebig viel, steuerlich abziehbar sind 2026 aber höchstens 30.826 € für Ledige und 61.652 € für zusammen veranlagte Ehepaare. Davon gehen Deine Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung oder zum Versorgungswerk ab, bei Angestellten inklusive Arbeitgeberanteil. Innerhalb des freien Betrags sind Beiträge seit 2023 zu 100 % als Sonderausgaben abziehbar.
Wie hoch ist der Rentenfaktor bei Rürup? Der Rentenfaktor nennt die Monatsrente je 10.000 € Kapital. Garantierte Rentenfaktoren liegen oft zwischen 20 und 30 €, abhängig von Anbieter, Rechnungszins, Kosten und Alter bei Rentenbeginn. Prognostizierte Faktoren sind höher, aber nicht garantiert. Bei Rentenfaktor 28 dauert es knapp 30 Jahre, bis das Kapital ohne Verzinsung als Rente zurückgeflossen ist. Vergleiche Angebote deshalb immer über den garantierten Wert.
Wie wird die Rürup-Rente versteuert? Die Rürup-Rente ist wie die gesetzliche Rente mit einem Besteuerungsanteil steuerpflichtig, der vom Jahr des Rentenbeginns abhängt. Bei Rentenbeginn 2026 sind es 84 %, danach steigt der Anteil um 0,5 Prozentpunkte je Jahrgang bis 100 % im Jahr 2058. Der steuerfreie Teil wird als fester Eurobetrag festgeschrieben. Den steuerpflichtigen Teil versteuerst Du mit Deinem persönlichen Steuersatz im Alter.
Ab welchem Einkommen lohnt sich die Rürup-Rente? Eine feste Einkommensgrenze gibt es nicht. Entscheidend ist der Abstand zwischen Deinem Grenzsteuersatz heute und Deinem Steuersatz im Alter. Je näher Du heute am Spitzensteuersatz von 42 % liegst, der 2026 für Ledige ab knapp 70.000 € zu versteuerndem Einkommen gilt, und je niedriger Dein Steuersatz im Ruhestand sein wird, desto stärker wirkt die Basisrente.
Ist die Rürup-Rente vererbbar? Nur eingeschränkt. Mit einer vereinbarten Hinterbliebenenabsicherung kann eine Rente an Ehe- oder eingetragene Lebenspartner und an kindergeldberechtigte Kinder gezahlt werden. Andere Erben gehen leer aus. Ohne Hinterbliebenenschutz fällt das Kapital beim Tod an die Versichertengemeinschaft, auch wenn Du kurz vor oder nach Rentenbeginn stirbst. Wer Vermögen gezielt vererben möchte, sollte die Basisrente deshalb mit anderen Bausteinen kombinieren.
Wie lange zahlt die Rürup-Rente? Die Rürup-Rente wird lebenslang gezahlt, frühestens ab 62 Jahren bei Verträgen ab 2012. Je länger Du lebst, desto mehr bekommst Du heraus. Der Rechner zeigt Dir, nach wie vielen Rentenjahren Dein Nettoaufwand zurückgeflossen ist. Im Standardbeispiel sind es rund 13,7 Jahre. Alles, was Du danach erhältst, ist rechnerisch Ertrag, allerdings ohne Abzinsung betrachtet.
Der Rechner zeigt Dir, wie stark Steuersatz, Rendite und Rentenfaktor Dein Ergebnis bestimmen. Ob die Basisrente in Deinen Plan passt und welcher Tarif dafür taugt, prüfen wir gern gemeinsam in der Altersvorsorgeberatung für Selbstständige oder in einem ersten Gespräch über unsere Kontaktseite. Bring dafür Deine Rechnerwerte, Deinen letzten Steuerbescheid und vorhandene Angebote mit.
Fragen, die ein KÄPSELE stellt.
Wer clever ist, gibt seine Finanzen nicht leichtfertig ab. Deswegen beantworten wir Dir hier alle Fragen, die Du schon vor dem ersten Gespräch geklärt haben möchtest. Alles Weitere besprechen wir gerne persönlich mit Dir.
Ist die Rürup-Rente vererbbar?
Das angesparte Kapital ist nicht wie ein freies Depot vererbbar. Leistungen für Ehepartner oder Kinder gibt es nur, wenn ein zulässiger Hinterbliebenenschutz vereinbart wurde. Dieser Schutz kann Kosten verursachen oder die eigene spätere Rente reduzieren.
Kann ich mir die Rürup-Rente als Kapital auszahlen lassen?
Nein, bei der Basisrente ist grundsätzlich eine lebenslange monatliche Rente vorgesehen. Eine freie einmalige Kapitalauszahlung ist nicht möglich. Genau diese Bindung sollte vor Vertragsabschluss zu Deinem Liquiditätsbedarf und Deiner übrigen Vorsorge passen.
Wie berechnet sich die Steuerersparnis bei Rürup?
Vereinfacht wird der abzugsfähige Beitrag mit Deinem Grenzsteuersatz multipliziert. Die tatsächliche Entlastung hängt jedoch vom gesamten Einkommen, bereits angerechneten Vorsorgeaufwendungen und Deinem Steuerbescheid ab. Der Steuervorteil sollte deshalb immer als Näherung und nicht als garantierte Auszahlung verstanden werden.
Für wen lohnt sich eine Rürup-Rente?
Sie kann besonders für Selbstständige, Freiberufler und Menschen mit hohem zu versteuerndem Einkommen interessant sein, die eine lebenslange Basisversorgung aufbauen möchten. Sie passt weniger gut, wenn Du kurzfristig auf das Kapital zugreifen oder frei über eine Kapitalauszahlung verfügen willst.
Wie viel Rürup-Beitrag kann ich 2026 steuerlich absetzen?
2026 können Alleinstehende begünstigte Altersvorsorgeaufwendungen bis 30.826 Euro und zusammen veranlagte Ehepaare bis 61.652 Euro berücksichtigen. Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung oder zu einem Versorgungswerk werden auf den Höchstbetrag angerechnet. Entscheidend ist deshalb Dein noch freier persönlicher Spielraum.