Provision oder Honorar: Was kostet Deine Rentenversicherung wirklich?
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September
2023
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Schließt Du einen Versicherungsvertrag ab, fließen im Hintergrund in fast allen Fällen Provisionen. Das gilt für Vergleichsportale genauso wie für den Berater um die Ecke, und es gilt für die Haftpflicht genauso wie für die Berufsunfähigkeitsversicherung oder die Rentenversicherung. Am stärksten diskutiert werden Provisionen bei Rentenversicherungen, weil dort das Ziel ist, Geld anzusparen. Jeder Euro, der als Kosten abgeht, ist ein Euro weniger im Depot. Mehr dazu auch im Video auf unserem YouTube-Kanal.
Wie Provisionen bei einer ETF-Rentenversicherung funktionieren
Schließt Du heute eine ETF-basierte Rentenversicherung ab, fallen seitens der Versicherung Abschluss- und Vertriebskosten sowie Verwaltungskosten an. Per Gesetz sind die Abschluss- und Vertriebskosten auf 2,5 Prozent der gesamten Sparsumme gedeckelt und müssen auf mindestens 60 Monate verteilt werden.
Zahlst Du also 100 Euro im Monat und sparst über 35 Jahre, liegt Deine Sparsumme bei 42.000 Euro. In den ersten fünf Jahren fließen je nach Anbieter nur 50 bis 85 Prozent Deines Beitrags tatsächlich in den ETF. Der Rest deckt die Vertriebskosten ab.
Dazu kommen laufende Verwaltungskosten: zwischen 4 und 15 Prozent Deines monatlichen Beitrags sowie 0,1 bis 0,6 Prozent des gesamten angelegten Kapitals pro Jahr. Letzteres klingt klein, wird aber mit wachsendem Depot bedeutend.
Provisions-Police im Vergleich zur Netto-Police
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| heading-3-l: Provisions-Police
| paragraph: Abschluss- und Vertriebskosten bis zu 2,5 Prozent der Sparsumme, verteilt auf die ersten fünf Jahre. Laufende Verwaltungskosten auf den Beitrag zwischen 4 und 15 Prozent. Kapitalkosten zwischen 0,1 und 0,6 Prozent jährlich. Kein Einrichtungshonorar, kein laufendes Honorar. Der Berater wird über die Provision vergütet, die in den laufenden Verwaltungskosten eingerechnet ist.
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| paragraph: Keine Abschluss- und Vertriebskosten. Dafür ein einmaliges Einrichtungshonorar von 2,5 bis 7 Prozent der Sparsumme sowie ein optionales laufendes Honorar von 0 bis 1,5 Prozent. Verwaltungskosten auf den Beitrag meist etwas niedriger, zwischen 1 und 10 Prozent. Kapitalkosten identisch. Das Honorar muss in der Regel auf einen Schlag bezahlt werden.
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Was am Ende wirklich entscheidet
Rein nach Vertrag betrachtet ist ein Netto-Tarif zunächst günstiger. Aber: Honorar heißt nicht automatisch mehr Qualität oder Transparenz. Es heißt erst einmal mehr Geld für den Berater.
Besonders das laufende Honorar auf das angelegte Kapital verdient Aufmerksamkeit. Bei einem Prozent auf ein gewachsenes Depot können das gut und gerne 10.000 Euro pro Jahr sein.
Bei einem Provisionsvertrag zahlst Du den Berater faktisch in Raten über die ersten fünf Jahre, was ihn in dieser Zeit auch in der Pflicht hält. Bei einem Honorarvertrag ist das Honorar nach 31 Tagen Widerrufsfrist gezahlt.
Wann welches Modell passt:
Provisionsverträge eignen sich für Berufseinsteiger, niedrige Sparraten und wenn kein großer Notgroschen vorhanden ist. Das Einrichtungshonorar bei Netto-Tarifen im vierstelligen Bereich ist dann schlicht schwer zu stemmen und kostet zusätzlich Zinses-zins-Effekt.
Netto-Tarife sind besonders lukrativ bei hohen Sparraten oder als Firmenvertrag, wenn das Honorar als Betriebsausgabe steuerlich abgesetzt werden kann. Auch wer später hohe Beiträge plant, fährt mit dem richtigen Netto-Tarif oft besser.
Ob ein Vertrag gut oder schlecht ist, liegt am Ende nicht an Provision oder Honorar, sondern an der Qualität und Qualifikation des Beraters sowie an den konkreten Konditionen des Vertrags. Selbst durchrechnen und das Angebot unabhängig gegenchecken schadet nie. Kleinste Kostenunterschiede, besonders bei den Kapitalverwaltungskosten, machen über Jahrzehnte einen Unterschied von mehreren 10.000 Euro im Alter.
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| heading-3-l: Wir kümmern uns, damit Du leben kannst.
| paragraph: Wir vergleichen Dein aktuelles Angebot, prüfen die Konditionen und zeigen Dir, ob Du mit Deinem Vertrag wirklich gut aufgestellt bist.
| author: Adrian Schmidt | Finanzberater
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March 5, 2026
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Ratgeber
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