8 schwäbische Grundregeln für finanziellen Erfolg
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October
2023
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Meine Oma ist nicht nur für unseren Firmennamen Käpsele verantwortlich, sondern auch für meine schwäbische Grundeinstellung. Jahrelang war ich mit ihr auf unserer Apfelplantage und habe ihr beim Äpfelpflücken und Bäumeschneiden zugeschaut und geholfen. Hier sind die 8 Finanzregeln, die ich von ihr gelernt habe.
Im Schwäbischen gilt der Grundsatz: keine Kredite. Egal wofür. Nicht alle Schulden sind böse, das stimmt. Aber der Grundsatz dahinter ist gut: Wer erst spart und dann kauft, kauft auf eigenen Füßen.
Früher war es üblich, mehr als 50 Prozent der Kosten bereits angespart zu haben, bevor ein Haus gebaut wurde. In meiner Familie kamen Grundstücke oft schon aus dem Familienbesitz. Das Ziel war immer dasselbe: Das Haus gehört Dir, nicht der Bank. Und das so schnell wie möglich.
Investieren in Eigentum, das genutzt werden kann, ist das Erste, was jeder schwäbische Bauer lernt. Grundstücke werden entweder bebaut und vermietet oder für die Landwirtschaft genutzt. In beiden Fällen sind Schulden hier sinnvoll, weil sie die Rendite hebeln und mehr Fläche mehr Ertrag bedeutet.
Den höchsten Stellenwert hat im Schwäbischen alles, was man anfassen kann: landwirtschaftliche Geräte, Häuser, Rohstoffe. Sachwerte, die auch bei Inflation und Wirtschaftskrisen ihren Wert behalten. Gold oder Geld auf dem Konto ist totes Kapital. Rohstoffe wie neue Bäume, Vieh oder Maschinen arbeiten und sind damit produktives Kapital. Aus einem Euro mach so viele Euro.
Schwäbische Sparsamkeit ist kein Klischee, sie ist ein System. Sparzwang durch laufende Verbindlichkeiten ist wohl der wichtigste Grund, warum Menschen Vermögen aufbauen. Wer mit Klarna und Ratenzahlung konsumiert, ohne zu wissen, was im Budget ist, baut kein Vermögen auf. Jede gute schwäbische Hausfrau führt ihr Wirtschaftsbuch.
Wer mit viel Geld stirbt, hat nicht viel vom Geld gehabt. Weder selbst zu Lebzeiten, noch das Umfeld. Jetzt gut leben und genießen gehört ins Schwäbische genauso dazu. Man sieht es am Essen.
Meine Oma lebt das par excellence: Selbst mit Mitte 70 wird morgens mit Sonnenaufgang aufgestanden und mit Sonnenuntergang ins Bett gegangen. Sechs Tage die Woche schaffen, am Sonntag in den Gottesdienst. Die Arbeit genießen und gerne auch mal mehr schaffen ist heute nicht mehr selbstverständlich, hat aber einen ungemeinen Reiz.
Sich nicht aufregen. Schwäbisches Nörgeln ist okay, kurz und bündig. Aber am Ende bringt es nichts, Energie ins Aufregen zu stecken. S Leb isch koi Schleckhafa. Ohne persönliche Entspanntheit bringt aller finanzielle Erfolg nichts.
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