Nachteile der PKV
21
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December
2024
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Nachteile der Privaten Krankenversicherung
Die PKV hat mehrere Nachteile wie zum Beispiel dass Familienmitglieder separat versichert werden müssen, was Zusatzkosten verursacht. Mit steigendem Alter können die Beiträge steigen, trotz Altersruckstellungen. Bei finanziellen Engpässen gibt es keine automatische Anpassung der Beiträge, und ein Wechsel zur gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) ist oft schwierig.
Zudem müssen Versicherte Rechnungen zunächst selbst zahlen und dann bei der Versicherung einreichen, was zu finanziellen Belastungen führen kann. Auch die Gesundheitsprüfung bei Abschluss und Tarifwechsel kann zu höheren Beiträgen oder Ablehnungen führen.
Nachteile der PKV im Überblick
In der PKV müssen alle Familienmitglieder separat versichert werden. Anders als in der GKV gibt es keine kostenfreie Familienversicherung für Kinder und Ehepartner ohne eigenes Einkommen.
Auch wenn Altersruckstellungen gebildet werden, können die Beiträge steigen. Die PKV empfiehlt sich daher nur für gut verdienende Angestellte oder Selbständige ab etwa 70.000 Euro Gewinn pro Jahr.
Privatversicherte müssen Arztrechnungen zunächst selbst bezahlen und dann zur Erstattung einreichen. Das kann bei hohen Rechnungen zu finanziellen Engpässen führen.
Beim Abschluss einer PKV und bei Tarifwechseln wird eine Gesundheitsprüfung durchgeführt. Vorerkrankungen können zu Risikozuschlägen oder sogar zur Ablehnung führen.
Ein Wechsel von der PKV zurück in die GKV ist nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich, zum Beispiel wenn das Einkommen unter die Versicherungspflichtgrenze fällt oder man in den Angestelltenstatus wechselt.
In der PKV gibt es keine Regelung für Beitragsfreiheit bei Arbeitsunfähigkeit über 6 Wochen. In der GKV zahlt der Arbeitgeber weiter. Das sollte über ein Krankentagegeld abgesichert werden.
Beim Wechsel des Versicherers kannst Du nur einen Teil Deiner Altersruckstellungen mitnehmen. Zudem ist beim Wechsel eine erneute Gesundheitsprüfung erforderlich, die zu ungünstigeren Konditionen führen kann.
Die PKV kann Beiträge regelmäßig anpassen, oft aufgrund steigender Gesundheitskosten oder veränderter Kalkulationsgrundlagen. Dies kann zu unerwartet hohen Kosten führen.
Im Gegensatz zur GKV gibt es in der PKV keine Regelung, die die Beiträge bei Arbeitslosigkeit senkt. Die Hälfte wird vom Arbeitsamt übernommen, den Rest musst Du selbst tragen.
Wie hoch Dein PKV-Beitrag heute ungefähr wäre, was nach Arbeitgeberzuschuss für Dich bleibt und was die GKV im Vergleich kostet, zeigt Dir der anonyme PKV-Beitragsrechner, inklusive Modellwerten für das Alter.
Ich kann die PKV-Beiträge nicht mehr leisten
Wenn Du Dir die Beiträge nicht mehr leisten kannst, gibt es einige Optionen:
Viele Versicherer bieten Grundtarife an, die den Leistungen der GKV ähneln. Diese Tarife sind günstiger, bieten aber auch weniger umfangreiche Leistungen.
Durch eine höhere Selbstbeteiligung kannst Du Deine monatlichen Beiträge senken. Das bedeutet aber, dass Du im Krankheitsfall mehr aus eigener Tasche zahlst.
Bei Beitragsruckständen wird Dein Versicherungsschutz auf ein Minimum reduziert (Notlagentarif), der nur noch akute Erkrankungen und Schmerzzustände abdeckt.
Ein Wechsel zurück in die GKV ist unter bestimmten Bedingungen möglich, z. B. wenn Dein Einkommen unter die Versicherungspflichtgrenze fällt oder Du angestellt wirst.
Bei dauerhafter Zahlungsunfähigkeit kannst Du in den Basis- oder Standardtarif wechseln. Dieser sichert nur die Grundversorgung und ist preislich an die GKV-Höchstbeiträge angelehnt, gemildert um Deine Altersruckstellungen.
Wenn Du merkst, dass die finanzielle Belastung zu hoch wird, nimm frühzeitig Kontakt mit Deinem Versicherer auf und sprich über mögliche Optionen. So vermeidest Du, in eine Notlage zu geraten oder Deinen Versicherungsschutz zu verlieren. Besser ist es jedoch, von vornherein einen Versicherer und Tarif zu wählen, der nachhaltig kalkuliert ist.
Nachteile der PKV im Detail
Beamte
Auch wenn Beamte durch die Beihilfe unterstützt werden, können die Beiträge im Ruhestand ansteigen. Die Altersruckstellungen reichen oft nicht aus, um diese Erhöhungen vollständig auszugleichen.
Beim Wechsel innerhalb der PKV können Altersruckstellungen nur teilweise mitgenommen werden, was die Beiträge beim neuen Tarif erhöhen kann.
Wenn Beamte ihre Kinder nicht rechtzeitig nach der Geburt in der PKV versichern, verlieren sie den Anspruch auf Beihilfe für das Kind. Das kann zu erheblichen finanziellen Nachteilen führen.
Selbständige
Anders als in der GKV sind die Beiträge in der PKV einkommensunabhängig. Bei einem Einkommensrückgang bleibt der Beitrag unverändert hoch.
Selbständige müssen ihre Familienmitglieder separat versichern, was die monatlichen Kosten besonders bei mehreren Personen erheblich erhöht.
Bei Beitragsruckständen wird der Versicherungsschutz auf einen Notlagentarif reduziert, der nur noch akute Erkrankungen abdeckt. Das schränkt die medizinische Versorgung stark ein.
Familien
In der PKV gibt es keine Familienversicherung wie in der GKV. Jedes Familienmitglied zahlt eigene Beiträge. Diese können jedoch vom Arbeitgeber bezuschusst werden.
Anders als in der GKV müssen Eltern in der PKV separate Policen für ihre Kinder abschließen, was zusätzliche Kosten verursacht.
Familien müssen Arztrechnungen oft vorab selbst zahlen und dann auf die Erstattung warten. Gerade bei teuren Behandlungen kann das zu finanziellen Engpässen führen.
Kinder
Kinder müssen in der PKV eigenständig versichert werden. Eltern zahlen zusätzliche Beiträge für jeden Nachwuchs.
Wenn ein Kind nicht innerhalb von zwei Monaten nach der Geburt in der PKV versichert wird, muss es eine Gesundheitsprüfung durchlaufen, die zu höheren Beiträgen führen kann.
Während in der GKV in bestimmten Situationen Beitragsfreiheit gilt, gilt dies in der PKV nicht. Das kann zu finanziellen Herausforderungen für die gesamte Familie führen.
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March 3, 2026
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