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Was kostet die private Krankenversicherung? (Kosten 2026)

Symbolbild für die Kosten der privaten Krankenversicherung

Die Kosten der privaten Krankenversicherung liegen 2026 grob zwischen 350 und 850 Euro pro Monat – je nach Tarif, Alter und Gesundheitszustand. Anders als in der gesetzlichen Krankenversicherung richtet sich der Beitrag nämlich nicht nach Deinem Einkommen.

In diesem Ratgeber bekommst Du einen ehrlichen Überblick: was die PKV für Deine Gruppe kostet, ein konkretes Rechenbeispiel, den Arbeitgeberzuschuss 2026 und die Kosten im Alter.

Was kostet eine PKV? Die entscheidenden Faktoren

Ob angestellt, verbeamtet oder selbstständig – der PKV-Beitrag hängt nicht vom Einkommen ab, sondern von diesen Faktoren:

  • Alter bei Eintritt: Je jünger Du einsteigst, desto niedriger der Beitrag.
  • Gesundheitszustand: Bei Abschluss wird Deine Gesundheit geprüft. Vorerkrankungen können Risikozuschläge auslösen.
  • Tarif und Leistungsumfang: Je umfangreicher der Schutz, desto höher der Beitrag. Auch die Selbstbeteiligung wirkt sich aus.
  • Beruf: Spielt nur bei der Risikoeinstufung eine kleine Rolle.

Rechenbeispiel: PKV-Beitrag konkret berechnet

Nehmen wir einen angestellten Privatversicherten mit einem PKV-Beitrag von 760 Euro (700 Euro Krankenversicherung + 60 Euro Pflegeversicherung).

Der Arbeitgeber übernimmt die Hälfte – gedeckelt auf die Höchstzuschüsse (2026: 508,59 Euro für die Kranken- und 104,63 Euro für die Pflegeversicherung). Da die Hälfte des Beitrags unter diesen Grenzen liegt, zahlt der Arbeitgeber hier 380 Euro. Dein Eigenanteil beträgt also ebenfalls 380 Euro pro Monat.

Bei einem Premiumtarif mit höherem Beitrag greift irgendwann der Höchstzuschuss – darüber hinaus trägst Du jeden weiteren Euro allein. Genau deshalb lohnt es sich, Leistung und Beitrag von Anfang an sauber abzuwägen.

PKV-Kosten nach Gruppe

Die folgenden Werte sind grobe Richtwerte und hängen stark von Selbstbeteiligung, Alter und Gesundheit ab.

Junge, gesunde Singles (20–30 Jahre): Einsteigertarif ca. 250–400 Euro, Mittelklasse ca. 400–600 Euro, Premium ca. 600–800 Euro pro Monat.

Familien (Hauptverdiener + 2 Kinder): Einsteiger ca. 450–600 Euro gesamt, Mittelklasse ca. 700–900 Euro, Premium ca. 1.000–1.200 Euro pro Monat.

Ältere Neuversicherte (ab 40 Jahre): Einsteiger ca. 400–600 Euro, Mittelklasse ca. 600–800 Euro, Premium ca. 800–1.000 Euro pro Monat.

Beamte (beihilfeberechtigt): Einsteiger ca. 200–250 Euro, Mittelklasse ca. 250–300 Euro, Premium ca. 300–350 Euro pro Monat – jeweils nach Abzug der Beihilfe. Mehr dazu in unserem Ratgeber zur PKV für Beamte.

Selbstständige: Einsteiger ca. 250–350 Euro, Mittelklasse ca. 350–450 Euro, Premium ca. 450–900 Euro pro Monat. Die Beiträge sind identisch zu denen von Angestellten – Selbstständige setzen die Selbstbeteiligung aber oft bewusst höher an, um den Beitrag zu senken.

Zwei Hebel bestimmen den Beitrag stark: Altersrückstellungen (früh gebildet, halten den Beitrag im Alter stabiler) und die Selbstbeteiligung (höher gewählt, senkt den Monatsbeitrag).

PKV-Kosten für Geschäftsführer und Gesellschafter-GF

Für Geschäftsführer gelten dieselben Beitragsfaktoren – interessant wird es beim Arbeitgeberzuschuss. Angestellte GmbH-Geschäftsführer erhalten in der Regel den Zuschuss wie andere Angestellte. Bei beherrschenden Gesellschafter-Geschäftsführern ist die sozialversicherungsrechtliche Einordnung anders, weshalb sich hier oft Gestaltungsspielraum ergibt – etwa über die Kombination mit der Altersvorsorge.

Gerade für Geschäftsführer lohnt sich eine Planung, die PKV, Beitrag im Alter und Vorsorge zusammen denkt. Wie das aussehen kann, zeigen wir in unserer Altersvorsorge für Geschäftsführer.

PKV-Arbeitgeberzuschuss 2026

Als Angestellter bekommst Du 50 % Deines PKV-Beitrags vom Arbeitgeber – gedeckelt auf einen Höchstbetrag, der sich am GKV-Höchstbeitrag orientiert.

2026 liegt der maximale Arbeitgeberzuschuss bei 508,59 Euro für die Kranken- und 104,63 Euro für die Pflegeversicherung – zusammen also bis zu rund 613 Euro pro Monat. Voraussetzung: Du versicherst mindestens GKV-gleichwertige Leistungen und weist Deinem Arbeitgeber Deine Beiträge nach.

Sonderfall Beamte: Sie erhalten keinen Arbeitgeberzuschuss, weil sie über die Beihilfe des Dienstherrn abgesichert sind und nur den Restanteil privat versichern.

PKV-Kosten im Alter

Im Alter liegen die Beiträge typischerweise zwischen 400 und 1.500 Euro pro Monat – je nach Tarif. Sie steigen nicht allein wegen des Alters, sondern vor allem durch die medizinische Inflation und allgemeine Kostensteigerungen, die Versicherer nicht im Voraus einpreisen dürfen.

Für Angestellte entfällt im Ruhestand der Arbeitgeberzuschuss – aus der gesetzlichen Rente kann aber ein Zuschuss fließen. Diese Hebel senken die Beitragslast im Alter:

  • Altersrückstellungen, die in den Berufsjahren aufgebaut werden
  • Beitragsentlastungstarife, die ab einem bestimmten Alter greifen
  • Tarifwechsel in eine günstigere Variante beim selben Versicherer
  • Höhere Selbstbeteiligung, die den Monatsbeitrag senkt

PKV-Kosten für Kinder

Kinder kosten in der PKV etwa 100 bis 300 Euro pro Monat – je nach Tarif und Leistung. Kinder- und Jugendtarife sind meist bis 16 bis 20 Jahre gültig, danach folgt der Studententarif.

Zwei Dinge sind wichtig: Ist ein Elternteil mindestens drei Monate privat versichert, kann das Kind innerhalb von zwei Monaten nach der Geburt ohne Gesundheitsprüfung aufgenommen werden. Und bei beihilfeberechtigten Eltern reduziert die Beihilfe die Kosten stark – Beamtenkinder sind oft schon für 20 bis 40 Euro im Monat top versichert.

Häufige Fragen zu den PKV-Kosten

Was kostet die PKV monatlich? Je nach Tarif, Alter und Gesundheit meist 350 bis 850 Euro pro Monat, für Beamte deutlich weniger. Als Angestellter halbiert der Arbeitgeberzuschuss Deinen Eigenanteil bis zum Höchstbetrag.

Was kostet die PKV im Alter? Typischerweise 400 bis 1.500 Euro pro Monat. Altersrückstellungen und Beitragsentlastungstarife dämpfen den Anstieg.

Was kostet die PKV für Selbstständige oder Geschäftsführer? Die Beiträge entsprechen denen von Angestellten. Selbstständige senken sie oft über eine höhere Selbstbeteiligung. Für Geschäftsführer lohnt der Blick auf Arbeitgeberzuschuss und Vorsorge-Kombination.

Ist die PKV günstiger als die GKV? Für junge, gesunde Gutverdiener und besonders für Beamte meist ja. Entscheidend ist aber nicht nur der Startbeitrag, sondern die langfristige Stabilität.

Fazit und Beratung

Die PKV-Kosten hängen von Alter, Gesundheit und Tarif ab – nicht vom Einkommen. Entscheidend ist, nicht nur auf den günstigsten Startbeitrag zu schauen, sondern auf Leistung und Beitragsstabilität über Jahrzehnte. Wer den Basistarif nur als Notlösung kennt, findet die Einordnung in unserem Basistarif-Ratgeber.

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