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Betriebliche Altersvorsorge für Geschäftsführer 2026

Betriebliche Altersvorsorge für Geschäftsführer 2026

Kurz gesagt: Als GmbH-Geschäftsführer ist die betriebliche Versorgung meist steuerlich stärker, weil die GmbH die Beiträge als Betriebsausgabe absetzt und Du erst die spätere Rente versteuerst. Private Vorsorge wie Rürup-Rente oder ETF-Depot ist flexibler und hängt nicht am Schicksal der GmbH. Welche Mischung passt, entscheiden vor allem Dein Status, die Ertragslage der GmbH und Dein Liquiditätsbedarf.

Die betriebliche Altersvorsorge (bAV) ist für Geschäftsführer einer der stärksten Wege, fürs Alter vorzusorgen – weil sie über die Firma läuft und dadurch steuerlich besonders begünstigt ist. Du zahlst aus dem Unternehmen ein, senkst die Steuerlast und baust gleichzeitig Deine Versorgung auf.

In diesem Ratgeber zeigen wir Dir die Durchführungswege im Vergleich, wie viel Du 2026 steuerfrei einzahlen kannst, wer Anspruch hat und wer die Beiträge trägt. Den großen Überblick über alle Vorsorgeformen findest Du im Leitfaden zur Altersvorsorge für Geschäftsführer.

Aktualisiert am 25.09.2026. Grenzwerte 2026 geprüft anhand der Sozialversicherungsrechengrößen-Verordnung 2026 und der Gesetzestexte auf gesetze-im-internet.de. Keine Steuer- oder Rechtsberatung.

Was ist die bAV für Geschäftsführer?

Bei der betrieblichen Altersvorsorge sagt das Unternehmen dem Geschäftsführer eine Versorgung im Alter zu und finanziert sie – entweder aus dem Firmenvermögen oder durch Umwandlung eines Teils des Gehalts. Der große Vorteil: Beiträge und Zusagen mindern den Gewinn der Firma und sind für den Geschäftsführer in der Einzahlungsphase steuerlich begünstigt.

Anders als ein Arbeitnehmer kannst Du als Geschäftsführer – je nach Weg – deutlich höhere Beträge einzahlen und Deine Vorsorge sehr flexibel gestalten.

Welcher Geschäftsführer hat Anspruch?

Ob Du einen gesetzlichen Anspruch auf bAV hast, hängt von Deinem Status ab. Angestellte und sozialversicherungspflichtige Minderheits-Gesellschafter-Geschäftsführer haben ihn wie andere Arbeitnehmer. Beherrschende Gesellschafter-Geschäftsführer haben keinen gesetzlichen Anspruch, können die bAV aber freiwillig nutzen – oft sogar mit den attraktivsten Gestaltungen. Welcher Status für Dich gilt, klären wir im Ratgeber zur Altersvorsorge für Gesellschafter-Geschäftsführer.

Die Durchführungswege im Überblick

Es gibt fünf Wege, die sich in Beitragshöhe, Flexibilität und Insolvenzschutz unterscheiden. Die Tabelle stellt sie der privaten Vorsorge über Rürup-Rente und ETF-Depot gegenüber:

Durchführungsweggeeignet fürEinzahlungsrahmen 2026SteuerwirkungSozialabgabenBilanzwirkungFlexibilitätInsolvenzschutztypische Nachteileindividueller Prüfbedarf
DirektversicherungFremd-GF, Minderheits-GGF, Einstieg für alle GFbis 676 €/Monat (8.112 €/Jahr) steuerfrei, gemeinsamer Rahmen mit Pensionskasse und PensionsfondsBeiträge steuerfrei nach § 3 Nr. 63 EStG, für die GmbH Betriebsausgabe; Rente voll steuerpflichtigbis 338 €/Monat beitragsfrei (§ 1 Abs. 1 Nr. 9 SvEV), nur relevant für sv-pflichtige GFkeine, Vertrag liegt beim Versicherermittel: Beitragsfreistellung möglich, Mitnahme zum neuen ArbeitgeberVersicherer mit Sicherungsfonds; PSV nur in Sonderfällen (§ 7 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 BetrAVG)Deckel bei 676 €, Abschluss- und Verwaltungskosten, KV/PV auf die Rente bei GKVTarifkosten, Garantieniveau
PensionskasseGF in Firmen mit bestehender Firmen- oder Branchenlösunggemeinsamer 8-%-Rahmen mit Direktversicherung und Pensionsfonds (676 €/Monat)§ 3 Nr. 63 EStG wie Direktversicherung; Rente voll steuerpflichtigbis 338 €/Monat beitragsfrei, nur für sv-pflichtige GFkeinegering: oft starre TarifeBaFin-Aufsicht; PSV, sofern die Kasse keinem Sicherungsfonds angehört und keine gemeinsame Einrichtung der Tarifparteien ist (§ 7 Abs. 1 Satz 2 Nr. 3 BetrAVG)wenig Gestaltungsspielraum; Leistungskürzungen einzelner Kassen möglich, dann haftet die GmbHSatzung und Finanzlage der Kasse
Pensionsfondsrenditeorientierte GF; Auslagerung bestehender Pensionszusagenlaufend im 8-%-Rahmen; Übertragung erdienter Anwartschaften steuerfrei nach § 3 Nr. 66 EStG (mit Antrag nach § 4d Abs. 3 oder § 4e Abs. 3 EStG)Betriebsausgabe; bei Übertragung Verteilung des Aufwands auf 10 Jahre möglichlaufend bis 338 €/Monat beitragsfrei; Übertragung nach § 1 Abs. 1 Nr. 10 SvEV beitragsfreiAuslagerung kann Pensionsrückstellungen aus der Bilanz nehmenmittel: höhere Aktienquote möglichPSV (§ 7 Abs. 1 Satz 2 Nr. 3 BetrAVG), nicht für beherrschende GGFhoher Einmalbeitrag bei Auslagerung, Nachschussrisiko der GmbHversicherungsmathematisches Gutachten, Steuerberater
UnterstützungskasseGF mit Beiträgen über dem 8-%-Rahmen, beherrschende GGFkein Euro-Deckel; Abzug nur im Rahmen von § 4d EStG, Gesamtversorgung muss angemessen seinZuwendungen sind Betriebsausgabe; kein Zufluss beim GF in der Ansparphase; Rente als Versorgungsbezug steuerpflichtigfirmenfinanziert kein Arbeitsentgelt; Entgeltumwandlung bis 4 % BBG beitragsfrei (§ 14 Abs. 1 SGB IV)keine Pensionsrückstellung bei rückgedeckter Kassegering: laufende, gleichbleibende Beiträge erwartetPSV (§ 7 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 BetrAVG) nur für Fremd- und Minderheits-GF; beherrschende GGF: Verpfändung der RückdeckungBindung, Verwaltungskosten, PSV-BeiträgeAngemessenheit, Erdienbarkeit, Überversorgung
Direktzusage / Pensionszusagebeherrschende GGF mit stabilen Gewinnenkein Beitrag im engeren Sinn; Zusagehöhe muss angemessen, finanzierbar und erdienbar seinPensionsrückstellung mindert den Gewinn (§ 6a EStG, Rechnungszins 6 %); Rente als Versorgungsbezug steuerpflichtigkein Arbeitsentgelt in der Anwartschaft; Entgeltumwandlung bis 4 % BBG beitragsfreiRückstellung auf der Passivseite, handelsrechtlich meist höher als steuerlich; belastet Rating und Firmenverkaufgering: Änderung oder Verzicht mit steuerlichen RisikenPSV für Fremd- und Minderheits-GF (§ 7 Abs. 1 Satz 1 BetrAVG); beherrschende GGF ohne PSV, Schutz über verpfändete RückdeckungsversicherungBilanzrisiko, Unterdeckung, Hürde bei Nachfolge oder Verkaufhoch: Gutachten, Steuerberater, Gesellschafterbeschluss
Privat: Rürup-RenteGF ohne Rentenversicherungspflicht mit hohem Steuersatzbis 30.826 €/Jahr als Sonderausgabe (Zusammenveranlagung 61.652 €), § 10 Abs. 3 EStGBeiträge zu 100 % abziehbar; Rente nachgelagert steuerpflichtigkeine Beitragsersparnis; KV-Beiträge auf die Rente nur bei freiwilliger GKVkeine, privates Vermögensehr gering: nicht kündbar, keine Kapitalauszahlungunabhängig von der GmbHHöchstbetrag wird bei rentenversicherungspflichtigen GF um GRV-Beiträge gemindert und kann sich bei Pensionszusage kürzenKürzung des Höchstbetrags nach § 10 Abs. 3 Satz 3 EStG
Privat: ETF-Depotalle GF als liquider Bausteinunbegrenzt, aus versteuertem Einkommenkein Abzug; Abgeltungsteuer 25 % plus Soli, Teilfreistellung 30 % bei Aktien-ETF (§ 20 InvStG), Sparer-Pauschbetrag 1.000 € (§ 20 Abs. 9 EStG)keine Beitragsersparniskeine, privates Vermögenhoch: jederzeit verfügbar und vererbbarSondervermögen beim Broker, unabhängig von der GmbHkein Steuervorteil beim Einzahlen, Kursrisikogering: Anlagestrategie, Kosten

Stand/Quelle: Stand 25.09.2026. BBG RV 2026 101.400 €/Jahr laut SVBezGrV 2026; 8 % = 676 €/Monat, 4 % = 338 €/Monat. Rechtsgrundlagen: § 3 EStG, § 4d EStG, § 6a EStG, § 1 SvEV, § 7 BetrAVG, § 17 BetrAVG. Vereinfachte Übersicht, die Gestaltung im Einzelfall mit Steuerberater prüfen.

Ein Punkt wird oft übersehen: Beherrschende Gesellschafter-Geschäftsführer gelten als Unternehmer und fallen nach ständiger Rechtsprechung nicht unter das Betriebsrentengesetz (§ 17 BetrAVG). Für sie gibt es keinen Schutz durch den Pensions-Sicherungs-Verein (PSV). Die Absicherung läuft dann über eine Rückdeckungsversicherung, die an Dich verpfändet wird.

Für hohe Einzahlungen sind vor allem Unterstützungskasse und Pensionszusage interessant, weil sie keine Beitragsobergrenze haben. Die Pensionszusage vertiefen wir im eigenen Pensionszusage-Ratgeber.

Steuerfrei einzahlen: Die Grenzen 2026

Über die Direktversicherung (sowie Pensionskasse und Pensionsfonds) kannst Du 2026 bis zu 676 Euro im Monat steuerfrei und 338 Euro sozialabgabenfrei einzahlen. Das entspricht 8 % der Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung (§ 3 Nr. 63 EStG) für den steuerfreien und 4 % für den sozialabgabenfreien Teil.

So ordnest Du die Zahlen richtig ein: Die Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung liegt 2026 bundeseinheitlich bei 101.400 Euro im Jahr (SVBezGrV 2026). 8 % davon sind 8.112 Euro im Jahr oder 676 Euro im Monat, 4 % sind 338 Euro im Monat.

  • Beide Grenzen gelten nur für Beiträge in Direktversicherung, Pensionskasse und Pensionsfonds, und zwar für alle drei Wege zusammen. Für Unterstützungskasse und Pensionszusage gilt § 3 Nr. 63 EStG nicht.
  • Die Beitragsfreiheit bis 338 Euro (§ 1 Abs. 1 Nr. 9 SvEV) hilft nur, wenn Du sozialversicherungspflichtig bist. Beherrschende GGF sind in der Regel nicht sozialversicherungspflichtig, für sie ist diese Grenze ohne Bedeutung.
  • „Ohne gesetzliche Obergrenze“ heißt bei Unterstützungskasse und Pensionszusage nicht grenzenlos: Die Versorgung muss angemessen, finanzierbar und erdienbar sein, sonst droht eine verdeckte Gewinnausschüttung. Das im Einzelfall mit Deinem Steuerberater prüfen.

Willst Du mehr einzahlen, führen Unterstützungskasse und Pensionszusage weiter: Hier sind monatliche Beiträge von mehreren Tausend Euro oder Einmalzahlungen möglich – ohne gesetzliche Obergrenze. Genau das macht die bAV für gut verdienende Geschäftsführer so stark.

Wer zahlt die Beiträge?

Es gibt zwei Modelle. Bei der arbeitgeberfinanzierten bAV zahlt die Firma die Beiträge – sie sind Betriebsausgaben und mindern den Gewinn. Bei der Entgeltumwandlung wandelst Du einen Teil Deines Gehalts um; das senkt Deine Einkommensteuer und – bei sozialversicherungspflichtigem Status – auch die Sozialabgaben.

Als beherrschender Gesellschafter-Geschäftsführer nutzt Du meist die firmenfinanzierte Variante, weil Du ohnehin nicht sozialversicherungspflichtig bist.

Welcher Weg passt zu welchem Geschäftsführer?

Die folgende Entscheidungsmatrix zeigt, welcher Baustein je nach Situation naheliegt und worauf Du achten solltest:

Situationnaheliegender BausteinwarumVorsicht bei
Angestellter Fremd-GF (sozialversicherungspflichtig)Direktversicherung oder Pensionskasse bis 676 €/Monat, dazu privates ETF-DepotSteuer- und Beitragsersparnis bis 338 €/Monat, gesetzlicher Anspruch auf Entgeltumwandlung (§ 1a BetrAVG), PSV-SchutzEntgeltumwandlung mindert die gesetzliche Rente; KV/PV-Beiträge auf die Betriebsrente
Minderheits-GGF (unter 50 %, ohne Sperrminorität)wie Fremd-GF; bei höherem Bedarf zusätzlich UnterstützungskasseBetrAVG gilt, Förderung wie bei ArbeitnehmernSperrminorität oder Sonderrechte können zur Sozialversicherungsfreiheit führen; Status per Statusfeststellung klären
Beherrschender GGF (ab 50 % oder mit Sperrminorität)rückgedeckte Pensionszusage oder Unterstützungskasse, ergänzt um Rürup-Rente und ETF-Depothohe, firmenfinanzierte Beiträge als Betriebsausgabe; 338-€-Grenze irrelevant, 676 € Direktversicherung als Einstieg nutzbarkein BetrAVG- und PSV-Schutz; Angemessenheit, Erdienbarkeit, verdeckte Gewinnausschüttung, Bilanz bei späterem Verkauf
Junge oder ertragsschwache GmbHDirektversicherung mit Freistellungsoption, parallel privates ETF-Depot; Pensionszusage zurückstellenkeine Rückstellungen und keine langfristigen Festzusagen, Beiträge bei Engpässen anpassbarFinanzverwaltung verlangt bei neuen GmbHs vor einer GGF-Pensionszusage eine Wartezeit; Liquidität der GmbH
GGF mit bestehendem ETF-DepotDepot weiterführen, zusätzliche Vorsorge über die GmbH (Unterstützungskasse, Direktversicherung) für den SteuereffektStreuung zwischen privatem und betrieblichem Vermögen; Liquidität bleibt privat verfügbarnicht nur wegen der Steuer umschichten: bAV-Leistungen sind später voll steuerpflichtig, das Depot ist aus versteuertem Geld bespart

Stand/Quelle: Stand 25.09.2026. Orientierung, keine individuelle Empfehlung. Sozialversicherungsstatus und steuerliche Gestaltung im Einzelfall mit Steuerberater und ggf. Rechtsanwalt prüfen.

Steuer, Sozialabgaben und Kosten

Der Reiz der bAV liegt in der nachgelagerten Besteuerung: begünstigte Einzahlung, Versteuerung erst der Rente im Alter – dann meist zu einem niedrigeren Satz.

Ein ehrlicher Hinweis, den viele Ratgeber weglassen: In der Auszahlungsphase fallen auf die Betriebsrente in der Regel Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge an (gemildert durch einen Freibetrag in der GKV). Rechne diesen Effekt in Deine Netto-Planung ein – wir machen das in der Beratung transparent.

Was von einer Betriebsrente nach Einkommensteuer sowie Kranken- und Pflegeversicherung netto übrig bleibt, zeigt Dir unser Betriebsrenten-Rechner, für die Monatsrente ebenso wie für eine Kapitalauszahlung.

Was bringt ein bAV-Beitrag? Modellrechnung

Modellrechnung, keine Prognose. Annahmen: Du zahlst 30 Jahre lang monatlich ein (Beginn mit 37, Rentenbeginn mit 67). Das Kapital wächst nach Abzug aller Produktkosten um 2 % bzw. 4 % pro Jahr. Für die Verrentung nehmen wir 28 € Monatsrente je 10.000 € Kapital an. Die Renten sind Bruttowerte vor Einkommensteuer sowie Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträgen.

  • 250 € — Weg: Direktversicherung · Kapital mit 67: ca. 123.000–171.000 € · Monatsrente: ca. 340–480 €
  • 1.000 € — Weg: Unterstützungskasse · Kapital mit 67: ca. 491.000–685.000 € · Monatsrente: ca. 1.380–1.920 €
  • 3.000 € — Weg: Pensionszusage (rückgedeckt) · Kapital mit 67: ca. 1,47–2,06 Mio. € · Monatsrente: ca. 4.130–5.760 €

Die tatsächlichen Werte hängen von Laufzeit, Rendite, Kosten und dem Rentenfaktor des Anbieters ab; Rentenfaktoren unterscheiden sich je Tarif deutlich. Verwaltungs- und Rückdeckungskosten müssen in der Rendite nach Kosten enthalten sein. Verbindlich ist nur die Hochrechnung im Angebot des Anbieters.

Häufige Fragen zur bAV für Geschäftsführer

Wie viel kann ich als Geschäftsführer 2026 steuerfrei in die bAV einzahlen? Über die Direktversicherung (ebenso Pensionskasse und Pensionsfonds) bis zu 676 Euro im Monat steuerfrei; 338 Euro davon sind sozialabgabenfrei, sofern Du sozialversicherungspflichtig bist. Über Unterstützungskasse und Pensionszusage sind deutlich höhere Beträge ohne festen Euro-Deckel möglich, begrenzt durch Angemessenheit und Finanzierbarkeit.

Welches bAV-Modell ist für Geschäftsführer am besten? Das hängt vom Status und der gewünschten Beitragshöhe ab. Für den geförderten Grundbaustein die Direktversicherung, für hohe Beiträge Unterstützungskasse oder Pensionszusage.

Wer trägt die Kosten der bAV – ich oder das Unternehmen? Beides ist möglich: firmenfinanziert (Betriebsausgabe) oder per Entgeltumwandlung aus dem Gehalt. Beherrschende Gesellschafter-Geschäftsführer nutzen meist die firmenfinanzierte Variante.

Ist die Betriebsrente im Alter steuerfrei? Nein. Die Einzahlung ist begünstigt, die spätere Rente ist steuerpflichtig. Zusätzlich fallen meist KV- und PV-Beiträge an.

Soll ich als GmbH-Geschäftsführer eher in die bAV oder in ein ETF-Depot einzahlen?
Meist in beides, mit klarer Rollenverteilung. Die bAV nutzt Steuervorteile über die GmbH, ist aber bis zur Rente gebunden und im Alter steuerpflichtig. Das ETF-Depot wird aus versteuertem Geld bespart, bleibt aber jederzeit verfügbar und unabhängig von der GmbH. Wie Du beides kombinierst, zeigt unser Leitfaden zur Altersvorsorge für Geschäftsführer.

Lohnt sich private Vorsorge wie die Rürup-Rente für Gesellschafter-Geschäftsführer?
Für nicht rentenversicherungspflichtige GGF mit hohem Steuersatz oft ja. 2026 sind Beiträge bis 30.826 Euro (Zusammenveranlagung 61.652 Euro) als Sonderausgaben abziehbar. Der Höchstbetrag kann sich kürzen, wenn Du zugleich eine firmenfinanzierte Pensionszusage hast; das im Einzelfall mit dem Steuerberater prüfen. Details im Ratgeber zur Altersvorsorge für Gesellschafter-Geschäftsführer.

Gilt die Sozialabgabenfreiheit bis 338 Euro auch für beherrschende Gesellschafter-Geschäftsführer?
In der Regel nein, denn beherrschende GGF sind meist nicht sozialversicherungspflichtig und sparen deshalb keine Beiträge. Für sie zählt nur die Steuerfreiheit bis 676 Euro im Monat nach § 3 Nr. 63 EStG. Die 338 Euro nach § 1 Abs. 1 Nr. 9 SvEV betreffen sozialversicherungspflichtige Fremd- und Minderheits-GF. Wie Du Deinen Status einordnest, erklärt der Ratgeber für Gesellschafter-Geschäftsführer.

Wann ist eine Pensionszusage besser als eine Direktversicherung?
Vor allem für beherrschende GGF, deren GmbH stabile Gewinne erzielt und die deutlich mehr als 676 Euro im Monat vorsorgen wollen. Die Pensionszusage bildet Rückstellungen nach § 6a EStG und belastet die Bilanz, die Direktversicherung nicht. Ohne PSV-Schutz braucht der beherrschende GGF eine verpfändete Rückdeckungsversicherung. Mehr dazu im Pensionszusage-Ratgeber.

Wie stark senkt die bAV meine Steuerlast als Geschäftsführer?
Das hängt von Deinem Grenzsteuersatz ab. Beispiel: Bei 42 % Grenzsteuersatz spart eine Entgeltumwandlung von 676 Euro im Monat rund 284 Euro Einkommensteuer, ohne Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer. Sozialversicherungspflichtige GF sparen zusätzlich Beiträge auf bis zu 338 Euro. Im Alter wird die Rente versteuert. Deine Zahlen rechnest Du mit dem bAV-Rechner für Geschäftsführer durch.

Welche Unterlagen brauche ich für einen Vorsorge-Check als Geschäftsführer?
Im Kern alles, was Status, Einkommen und bestehende Verträge zeigt: Geschäftsführervertrag, Gesellschafterliste, gegebenenfalls den Bescheid zur Statusfeststellung, die letzten Jahresabschlüsse, Deine Renteninformation sowie Unterlagen zu Direktversicherung, Pensionszusage samt Gutachten, Rürup-Vertrag und Depot. Einen Überblick über die Beratung findest Du auf der Seite Altersvorsorge für Geschäftsführer.

Wie läuft das Erstgespräch zur Altersvorsorge bei KÄPSELE ab?
Das Kennenlerngespräch ist kostenlos und dauert in der Regel 45 bis 60 Minuten. Wir schauen uns Deine Situation an und zeigen Dir in Zahlen, wo Du stehst. Bei Interesse folgen eine individuelle Analyse und Strategie, danach die Umsetzung. Steuerliche Einzelfragen stimmst Du zusätzlich mit Deinem Steuerberater ab. Einen Termin vereinbarst Du über die Kontaktseite.

Fazit

Die betriebliche Altersvorsorge ist für Geschäftsführer meist der steuerlich stärkste Weg – vom geförderten Einstieg über die Direktversicherung bis zu hohen, firmenfinanzierten Beiträgen über Unterstützungskasse oder Pensionszusage. Entscheidend sind Dein Status, die passende Beitragshöhe und eine saubere Gestaltung.

Lass uns Deine bAV optimal aufsetzen. Wir wählen den richtigen Durchführungsweg, nutzen die Steuervorteile voll aus und gestalten alles rechtssicher. → Jetzt beraten lassen

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